BMW ruft weltweit Hunderttausende Fahrzeuge zurück. Grund dafür sind Probleme mit dem Starter, die im schlimmsten Fall zu einem Fahrzeugbrand führen können. Welche Modelle betroffen sind und was Fahrzeughalter wissen müssen, erfahren Sie hier.
BMW ruft weltweit Hunderttausende Fahrzeuge zurück. Betroffen sind Modelle wie der X5, 3er und Z4. Grund ist ein Defekt im Starter, der Brandgefahr birgt. Alle Details hier.
Von Matthias Kemter
Der Münchener Autobauer BMW sieht sich erneut gezwungen, eine große Rückrufaktion zu starten. Betroffen sind Fahrzeuge aus verschiedenen Modellreihen, die zwischen 2020 und 2022 produziert oder repariert wurden. Der Grund: Ein Defekt im Starter birgt Brandgefahr.
Warum ruft BMW Fahrzeuge zurück?
BMW hat bei Produktkontrollen festgestellt, dass es bei Fahrzeugen mit einem bestimmten Starter-Relais zu Problemen kommen kann. Nach einer hohen Anzahl von Starts kann erhöhter Verschleiß im Magnetschalter auftreten. Dies kann dazu führen, dass das Fahrzeug schlechter oder gar nicht mehr startet. Kritischer ist jedoch die Gefahr eines Kurzschlusses, der eine lokale Überhitzung am Starter auslösen kann. Im schlimmsten Fall kann dies während der Fahrt oder beim Verlassen des Fahrzeugs zu einem Brand führen. BMW empfiehlt daher, Fahrzeuge mit laufendem Motor nicht unbeaufsichtigt zu lassen.
Welche Modelle sind betroffen?
Weltweit handelt es sich um eine mittlere sechsstellige Zahl von Fahrzeugen, was etwa 575.000 Autos entspricht. In Deutschland sind 28.582 Fahrzeuge betroffen. Die Rückrufaktion umfasst zahlreiche Modelle, darunter:
Die fehlerhaften Starter-Relais wurden zwischen Juli 2020 und Juli 2022 produziert. Da die Relais unterschiedlich lange gelagert wurden, bevor sie in die Fahrzeuge eingebaut wurden, lässt sich der Produktionszeitraum der betroffenen Fahrzeuge nicht exakt eingrenzen. Auch Fahrzeuge, bei denen ein solcher Starter nachträglich bei einer Reparatur eingebaut wurde, können betroffen sein.
Wie viele Fahrzeuge sind betroffen?
BMW hat angekündigt, die betroffenen Fahrzeuge in die Werkstätten zu rufen, um den fehlerhaften Starter auszutauschen. In einigen Fällen muss auch die Batterie ersetzt werden. Fahrzeughalter sollten ihre FIN auf der BMW-Rückrufseite eingeben, um zu prüfen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist. Die Aktionsnummern für den Rückruf lauten 0012650600, 0012660600, 0012670600 und 0012680600.
Gab es ähnliche Probleme in der Vergangenheit?
Bereits im Herbst des Vorjahres hatte BMW eine Rückrufaktion gestartet, bei der 1,15 Millionen Fahrzeuge betroffen waren. Damals war Wasser in den Starter eingedrungen, was zu Korrosion und ebenfalls zu Kurzschlüssen führen konnte. Anders als bei der aktuellen Rückrufaktion bestand die Brandgefahr damals auch im ausgeschalteten Zustand des Fahrzeugs.
Fazit:
BMW reagiert mit der Rückrufaktion auf ein ernstes Sicherheitsrisiko. Fahrzeughalter sollten die Hinweise des Herstellers ernst nehmen und ihre Fahrzeuge überprüfen lassen, um mögliche Gefahren zu vermeiden. Die Rückrufaktion zeigt, wie wichtig regelmäßige Qualitätskontrollen und schnelle Maßnahmen bei sicherheitsrelevanten Problemen sind.