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Bridgerton: Was ist eine Mätresse?

In „Bridgerton“ Staffel 4 fällt plötzlich das Wort „Mätresse“. Für Sophie ist das keine romantische Option, sondern ein Albtraum. Was genau eine Mätresse ist und warum der Begriff in der Regency-Welt so brisant ist.

Bridgerton: Was ist eine Mätresse?

Yerin Ha als Sophie Baek und Luke Thompson als Benedict Bridgerton in Episode 3 der 4. Staffel "Bridgerton".

Von Katrin Jokic

In „Bridgerton“ geht es um große Gefühle – aber auch um gesellschaftliche Regeln, die Liebe oft zur Nebensache machen. In Staffel 4 wird das besonders deutlich, als Benedict Bridgerton und Sophie sich näherkommen. Plötzlich fällt ein Begriff, der im ersten Moment altmodisch klingt, aber eine klare Bedeutung hat: Mätresse.

Was bedeutet „Mätresse“?

Eine Mätresse ist eine Frau, die eine heimliche oder offiziell geduldete Geliebte eines verheirateten oder gesellschaftlich hochstehenden Mannes ist, meist über einen längeren Zeitraum.

Wichtig dabei: Eine Mätresse ist nicht die Ehefrau. Sie hat keinen rechtlichen Status wie eine Ehepartnerin, aber oft eine besondere Rolle im Leben des Mannes – emotional, sexuell und manchmal auch finanziell abgesichert.

Der Begriff stammt aus einer Zeit, in der Beziehungen stark von Stand, Besitz und „Anstand“ geprägt waren. Genau deshalb passt er so gut in das „Bridgerton“-Universum.

Mätresse vs. Affäre: Wo ist der Unterschied?

Heute würde man oft einfach „Affäre“ sagen. Eine Mätresse meint aber meist mehr als nur einen Seitensprung:

Gerade in historischen Stoffen wie „Bridgerton“ schwingt immer mit: Eine Mätresse ist eine Frau, die nicht „standesgemäß“ geheiratet werden kann oder soll und deshalb in einer Grauzone landet.

Warum ist das in „Bridgerton“ so brisant?

In Staffel 4 ist Sophies Situation besonders heikel. Sie ist eine junge Frau ohne echten gesellschaftlichen Rückhalt und in einer Welt, in der Gerüchte Existenzen zerstören können.

Wenn ein Adliger eine Frau als Mätresse hält, bedeutet das oft:

Das ist der Kern des Problems: Für den Mann kann es ein „Arrangement“ sein. Für die Frau kann es das Ende ihres Lebens, wie sie es kennt, bedeuten.

Warum lehnt Sophie diese Rolle ab?

Achtung, Spoiler zu Staffel 4 (Teil 1).

Als Benedict Sophie vorschlägt, seine Mätresse zu werden, ist das für sie kein romantischer Moment, sondern ein Schock. Denn damit würde er sie nicht als gleichwertige Partnerin anerkennen, sondern als Frau „für nebenbei“.

Für Sophie ist das besonders bitter, weil sie selbst aus einem Verhältnis entstanden ist, das ihr Leben geprägt hat. Eine Mätresse zu sein heißt in ihrer Welt nicht Freiheit oder Leidenschaft, sondern Abhängigkeit, Unsicherheit und potenziell Wiederholung derselben Geschichte.

Für Benedict ist es in dem Moment vermutlich ein Ausweg: Er hat Gefühle, aber scheut die Konsequenzen, die ein offenes Bekenntnis bedeuten würde.

Kurz erklärt: Mätresse in einem Satz

Eine Mätresse ist die Geliebte eines Mannes, meist aus einer höheren Schicht, die nicht seine Ehefrau ist und die in historischen Gesellschaften oft keinen Schutz hat.