Urkundenfälschung im Amt? Einer Bürgermeisterin wird vorgeworfen, einen Ratsbeschluss zu ihren Gunsten geändert zu haben. Nun beginnt der Prozess.
Eine Bürgermeisterin aus dem Main-Tauber-Kreis steht ab Mittwoch vor dem Landgericht Ellwangen (Symbolfoto).
Von red/dpa
Eine Bürgermeisterin aus dem Main-Tauber-Kreis steht ab Mittwoch (9.15 Uhr) vor dem Landgericht Ellwangen. Der parteilosen Kommunalpolitikerin wird Urkundenfälschung vorgeworfen. Die 55-Jährige soll laut Anklage im September 2019 den Wortlaut eines Gemeinderatsbeschlusses abgeändert haben, um ihre Befugnisse auszudehnen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Die Bürgermeisterin ist noch im Amt. Eine Anfrage zu den Vorwürfen ließ sie unbeantwortet. Ihre Zeit im Rathaus endet regulär in diesem Frühjahr. In der Kleinstadt soll am 8. März neu gewählt werden.
Acht Zeugen sollen laut Gericht in dem Prozess gehört werden. Im Wesentlichen seien es Gemeinderäte und Bedienstete, erklärte ein Gerichtssprecher. Für das Verfahren wurden bis Ende Januar zwei weitere Verhandlungstage angesetzt.