Zahlen erschüttern Anleger

BYD unter Druck - Aktie sackt um 8 % zum Wochenbeginn ab

Die BYD-Aktie hat am Montag einen deutlichen Rückgang verzeichnet und damit den tiefsten Stand seit einem Jahr erreicht. Doch was sind die Gründe für diesen Kurssturz?

BYD unter Druck - Aktie sackt um 8 % zum Wochenbeginn ab

Die BYD-Aktie ist am Montag um 8 Prozent gefallen und notiert nun bei 10 Euro. Erfahren Sie, welche Faktoren den Kursrückgang ausgelöst haben.

Von Matthias Kemter

Nach einem schwachen Jahresstart mit dramatisch eingebrochenen Absatzzahlen sieht sich der chinesische Elektroautohersteller BYD mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert. Neben einer Nachfrageflaute auf dem Heimatmarkt belasten auch politische Entscheidungen und ein verschärfter Wettbewerb die Aktie. Zum Beginn der Handelswoche fiel das Papier um 8 Prozent auf 9,73 Euro im Tief. Gegenüber zum Vorwochenhoch ging es sogar ganze 11 Prozent abwärts. Aktuell notiert die BYD-Aktie bei knapp unter 10 Euro.

Dramatische Absatzzahlen im Januar

Der Hauptgrund für den Kursrückgang sind die enttäuschenden Verkaufszahlen im Januar. BYD konnte weltweit nur 210.051 Fahrzeuge absetzen, was einem Rückgang von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders betroffen war das Segment der Plug-in-Hybride, dessen Absatz um 28,5 Prozent einbrach. Dies ist bereits der fünfte Monat in Folge mit rückläufigen Verkäufen. Auch die Produktion ging um 29,1 Prozent zurück, was die angespannte Lage zusätzlich verschärft.

Nachfrageflaute in China

Die Schwäche des chinesischen Marktes trifft BYD besonders hart. Nachdem die Regierung ihre Kaufanreize für Elektrofahrzeuge Anfang Januar gestrichen hat, ist die Nachfrage stark eingebrochen. Diese Entscheidung markiert einen Wendepunkt, da der Elektrofahrzeugsektor nicht mehr im aktuellen Fünf-Jahres-Plan der chinesischen Regierung priorisiert wird. Der Fokus Pekings hat sich auf andere Industrien verlagert, was die gesamte Branche unter Druck setzt.

Internationale Märkte als Lichtblick

Während der Heimatmarkt schwächelt, konnte BYD im Ausland leichte Erfolge verbuchen. Über 100.000 Fahrzeuge wurden im Januar exportiert, und das Unternehmen strebt für 2026 insgesamt 1,3 Millionen internationale Lieferungen an. Dennoch reichen diese Fortschritte nicht aus, um die massiven Verluste im Inland zu kompensieren.

Wettbewerb und Unsicherheit

Zusätzlich zum Nachfragerückgang sieht sich BYD einem verschärften Wettbewerb durch andere chinesische Hersteller wie NIO, Xpeng und Geely ausgesetzt. Diese Unternehmen kämpfen ebenfalls mit rückläufigen Verkäufen, was die Unsicherheit in der gesamten Branche verstärkt. Analysten gehen davon aus, dass der chinesische Automobilmarkt 2026 stagnieren wird, was BYD weiter unter Druck setzen dürfte.