Bundeskanzler Friedrich Merz prognostiziert, dass «Bangaranga» ein Sommerhit wird. Der Hit der Stunde ist er auf jeden Fall schon mal.
Die Gewinnerin des Eurovision Song Contest (ESC) 2026: Dara aus Bulgarien. (Archivbild)
Von dpa
Baden-Baden - Mit "Bangaranga" schafft es erstmals seit 14 Jahren wieder ein Siegertitel des Eurovision Song Contest an die Spitze der deutschen Single-Charts. Der deutsche Beitrag der Kölnerin Sarah Engels landet auf Platz 27 in den Top 100 dieser Woche. Nummer eins bei den Alben ist Ikkimel.
"Nach dem Überraschungssieg beim Eurovision Song Contest erobert Bulgariens Popstar Dara nun auch die Spitze der Offiziellen Deutschen Single-Charts, ermittelt von GfK Entertainment", teilten die Charts-Ermittler am Freitagnachmittag mit.
Daras Party-Nummer sei das erste ESC-Gewinnerlied auf Platz eins seit Loreens "Euphoria" im Jahr 2012. Zum Vergleich: Der letztjährige Sieger JJ aus Österreich ("Wasted Love") hatte hierzulande Platz 13 erreicht.
Selbst Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ging auf den Song "Bangaranga" ein. Er hatte dem bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radew, der ein Tag nach dem ESC-Sieg zu Gast bei ihm war, gratuliert.
Kanzler Merz: "Das wird wahrscheinlich der Ohrwurm des Sommers"
Unterbrochen von vielen Ähs und mit dem falschen Namen der Veranstaltung (European statt Eurovision) wagte Merz eine Prognose: "Ganz herzlichen Glückwunsch zum ersten Platz im European Song Contest mit "Bangaranga". Ganz Europa ist im Rausch dieses Songs, und das wird wahrscheinlich der Ohrwurm des Sommers 2026 werden."
Neben Daras Nummer-eins-Hit "Bangaranga" sind drei weitere Songs aus dem ESC-Finale (in dem 25 Beiträge waren) in Deutschlands aktuellen Top 100 gelandet: Sarah Engels ("Fire", Platz 27), Österreichs Cosmó ("Tanzschein", Platz 70) und Schwedens Felicia ("My System", Platz 87).
Engels hatte beim ESC besseren Platz als nun in den Charts
Im ESC-Finale war Engels auf Platz 23 gelandet, Österreich auf Platz 24 und Schweden auf Platz 20.
"Fire" war nach dem deutschen Vorentscheid, der am 28. Februar über die Bühne gegangen war, am 6. März auf Platz 75 der deutschen Single-Charts eingestiegen – eine Woche später war Sarah Engels mit dem Song dann schon nicht mehr in den Top 100 zu finden.
Zum Vergleich: Deutschlands ESC-Kandidaten 2025, Abor & Tynna ("Baller"), debütierten nach dem nationalen Vorentscheid an 13. Stelle (statt auf Platz 75) und schafften es später – nach dem tatsächlichen ESC-Finale im Mai – bis auf Platz drei. Insgesamt blieb "Baller" elf Wochen in den Single-Charts.
In den Album-Charts ist "Poppstar", das neue Album der selbst ernannten "allergrößten Fotze der Stadt", Ikkimel, die neue Nummer eins. Auch auf Platz zwei und drei sind Neueinsteiger: "Alles unter einem Hut– Eure Favoriten" von Udo Lindenberg und "Iceman" von Drake.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfing am Montag den bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radew. (Archivbild)
Sarah Engels holte für Deutschland den 23. Platz im ESC-Finale und steht nun auf Platz 27 in den deutschen Top 100. (Archivbild)