Tino Chrupalla, AfD-Bundesvorsitzender, reagiert auf der Wahlparty seiner Partei in der Eventlocation Seeterrasse.
Nach dem Wahlsieg seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich AfD-Chef Tino Chrupalla trotz fehlender williger Koalitionspartner gesprächsbereit. „Warten wir es erstmal ab, ob überhaupt Rot-Rot-Grün zustande kommt“, sagte Chrupalla im ARD-„Morgenmagazin“.
„Also wir sind auf alle Fälle gesprächsbereit – und es geht ja nicht nur um Regierung.“ In einem Gespräch könne auch abgeklopft werden, welche Gemeinsamkeiten es überhaupt gebe. Das sei wichtig. „Da muss man nicht immer gleich Ergebnisse voraussetzen.“ Weitere Details nannte er nicht.
Chrupalla schießt gegen CDU
Man warte nun erst einmal ab, sagte Chrupalla. „Wir hätten der CDU gerne ein Angebot gemacht. Die ist nun mal hinter ihrer Brandmauer verschwunden. Das kommt davon, wenn man sich selbst ausgrenzt und wenn man im Prinzip selbst keine Machtoptionen hat.“
Die CDU blieb nach Angaben der Landeswahlleitung bei der Landtagswahl mit 4,9 Prozent unter der Sperrklausel und fliegt erstmals aus einem Landesparlament. Die AfD gewann die Wahl demnach mit 38,2 Prozent der Stimmen.