Der Brustring taucht jetzt auch im Museum auf

Das Markenzeichen des VfB hat einen Platz im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund bekommen.

Der Brustring taucht jetzt auch im Museum auf

Bewundern die VfB-Trikots (v.l.): Guido Buchwald, Hansi Müller und Museumsdirektor Manuel Neukirchner.

Von Dirk Preiß

Stuttgart - 100 Jahre Brustring – dieses Jubiläum hat schon einiges bewirkt beim VfB Stuttgart. Unvergessen: Die Choreografie übers ganze Stadion beim Heimspiel im vergangenen Sommer gegen Borussia Mönchengladbach. Nun erreicht dieses Jubiläum auch das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund.

„Die Trikot-Vielfalt in der Welt des Fußballs ist groß und bunt. Einzelne Exemplare erlangen im Laufe der Zeit Kultstatus, sei es durch den sportlichen Erfolg des jeweiligen Teams, die Popularität der Spieler, markante Rückennummern, durch ein spezielles Design oder besonders ikonische Trikotwerbung“, sagte Manuel Neukirchner. Der Direktor des Fußballmuseums hat gemeinsam mit seinem Team daher einen Teil der Dauerausstellung eben diesem Thema gewidmet – in der Vitrine unter dem Motto „Trikotschätze“. Vor dieser standen am Mittwoch Guido Buchwald und Hansi Müller – und warfen einen Blick auf drei Trikots des VfB Stuttgart.

Diese werden derzeit in der Vitrine ausgestellt und huldigen dem Brustring-Jubiläum. „Wir VfB-ler sagen immer: ‚Wir haben den Brustring eintätowiert.’ Und genauso ist es“, sagte Hansi Müller anlässlich des Besuchs in Dortmund. Der Europameister von 1980 betonte: „Der Brustring ist ein Alleinstellungsmerkmal. Ich kenne kein zweites Trikot in der Bundesliga oder anderswo, das so einen Brustring hat.“

Als erste Ausstellungsstücke der „Trikotschätze“-Vitrine ist auch das älteste erhaltene Jersey mit Brustring zu sehen. Es wurde bei einem Freundschaftsspiel des VfB gegen den Stuttgarter SC am 4. November 1928 von Eugen Seitz getragen. Zudem ist ein Meistertrikot von Günther Schäfer von 1992 zu sehen – und jenes, in welchem Sami Khedira 2007 das 2:1 des VfB gegen den FC Energie Cottbus köpfte. Damit war die bislang letzte Meisterschaft des VfB endgültig sicher.