Alpinunfall

Deutsche Bergsteigerin in Italien tödlich verunglückt

Die erfahrene Kletterin war in den Alpen nahe der Grenze zu Slowenien unterwegs. Vermutet wird, dass sich in der Steilwand ein Griff löste. Den Sturz in die Tiefe überlebte sie nicht.

Deutsche Bergsteigerin in Italien tödlich verunglückt

Ein Rettungshubschrauber in der Nähe von Canazei in den italienischen Alpen. (zu dpa: «Deutsche Bergsteigerin stürzt in Italien zu Tode»)

Von Michael Maier

Beim Klettern in den italienischen Alpen ist eine 32 Jahre alte deutsche Bergsteigerin ums Leben gekommen. Die Frau stürzte in der Nordwand des 2.323 Meter hohen Großen Nabois nahe der Grenze zu Slowenien mehr als 50 Meter in die Tiefe, wie die Bergwacht mitteilte. 

Das Unglück ereignete sich auf einem Rundweg, dem Cengia dei Camosci, der auch bei erfahrenen Alpinisten als schwierig gilt. Vermutet wird, dass ein Klettergriff aus bislang noch ungeklärter Ursache plötzlich nachgab und die Bergsteigerin so den Halt verlor.

Erfahrene Bergsteigerin verliert Halt

Die Frau war nach diesen Angaben mit einem gleichaltrigen Kletterer aus Österreich unterwegs. Sie sei eine erfahrene Bergsteigerin gewesen, hieß es. Zu ihrer Herkunft machten die Behörden keine näheren Angaben. Das Unglück geschah am Sonntag gegen 14.30 Uhr. Ein Hubschrauber flog die Leiche ins Tal. Die Behörden leiteten wie in solchen Fällen üblich Ermittlungen ein.

Der Grande Nabois gehört zu den Julischen Alpen in der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien. Von dort sind es zehn Kilometer Luftlinie bis ins Nachbarland Slowenien. Derzeit geht die Bergsteiger-Saison ins Finale. Schon bald dürfte das Wetter zu schlecht sein, um noch normale Begehungen zu unternehmen.