Die Arbeitslosenquote im Rems-Murr-Kreis bleibt bei 4,7 Prozent

Die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt bleibt aus. Für junge Menschen ist jetzt ein entscheidender Zeitpunkt in Sachen Ausbildungssuche.

Die Arbeitslosenquote im Rems-Murr-Kreis bleibt bei 4,7 Prozent

Rems-Murr. Zum Frühlingsbeginn zeigt sich der Arbeitsmarkt im Rems-Murr-Kreis weitgehend stabil, jedoch ohne die für diese Jahreszeit übliche spürbare Frühjahrsbelebung. Das geht aus einer Pressemitteilung der Agentur für Arbeit hervor. Die Zahl der Arbeitslosen ging im Vergleich zum Vormonat um 136 Personen zurück, die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 4,7 Prozent. „Die saisonalen Impulse fallen in diesem Jahr schwächer aus als üblich. Gleichzeitig sind bislang noch keine größeren negativen Auswirkungen der angespannten weltpolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den regionalen Arbeitsmarkt erkennbar. Insgesamt bewegt sich die Entwicklung im Moment in einem relativ stabilen, jedoch gedämpften Rahmen“, bewertet die Leiterin der Waiblinger Agentur für Arbeit, Christine Käferle, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

963 Männer und Frauen meldeten sich innerhalb der vergangenen vier Wochen aufgrund der Beendigung ihres Beschäftigungsverhältnisses bei der Waiblinger Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Rems-Murr arbeitslos, 76 mehr als im Vormonat. Im gleichen Zeitraum konnten 758 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch eine Arbeitsaufnahme beenden, 690 weitere Menschen begannen eine Ausbildung oder Qualifizierung.

Insgesamt sind über 2500 Stellenangebote im Kreis auf der Jobbörse der Agentur für Arbeit.

Ende März waren im Bezirk 11522 Personen arbeitslos gemeldet, 366 mehr als im März vergangenen Jahres. Damals lag die Arbeitslosenquote im Rems-Murr-Kreis mit 4,6 Prozent um 0,1 Prozentpunkte günstiger. „Auch wenn die Arbeitslosigkeit weiterhin über dem Vorjahresniveau liegt, wird der Zuwachs in den vergangenen Monaten immer geringer“, ordnet Christine Käferle ein und blickt zur Verdeutlichung auf die Situation im Vorjahr: „Von März 2024 auf März 2025 hatten wir bei der Zahl der Arbeitslosen noch eine Zunahme um 1293 Personen zu verzeichnen.“

Die aktuelle Entwicklung im Agenturbezirk verläuft im Gleichklang mit der landesweiten Entwicklung. Auch in Baden-Württemberg nahm die Arbeitslosigkeit leicht ab, die Quote liegt Ende März ebenfalls bei 4,7 Prozent.

Nach Rechtskreisen betrachtet, nahm die Zahl der bei der Agentur für Arbeit Waiblingen arbeitslos gemeldeten Personen im März um 150 Personen ab. Die Zahl der arbeitslosen Bürgergeldbezieher, die vom Jobcenter Rems-Murr betreut werden, blieb hingegen stabil (plus 14). Insgesamt werden kreisweit derzeit 52,5 Prozent aller arbeitslos Gemeldeten vom Jobcenter Rems-Murr betreut.

In den vergangenen vier Wochen wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter kreisweit 487 Arbeitsstellen gemeldet, 112 mehr als im Februar dieses Jahres. Insgesamt sind momentan über 2500 Stellenangebote im Rems-Murr-Kreis auf der Jobbörse der Agentur für Arbeit unter www.arbeitsagentur.de/jobsuche zu finden.

Gerade für junge Menschen ist jetzt ein entscheidender Zeitpunkt, verdeutlicht die Arbeitsagentur in der Pressemitteilung: „Wer noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist, sollte die kommenden Wochen aktiv nutzen.“

Jugendliche, die auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind und bislang keinen Kontakt zur Berufsberatung aufgenommen haben, sollten dies schnellstmöglich nachholen. Die Beraterinnen und Berater informieren über die gesamte Studien- und Ausbildungslandschaft und auch die vielfältigen Unterstützungsangebote, die den Übergang in das Berufsleben erleichtern und individuell begleiten – etwa die assistierte Ausbildung oder Einstiegsqualifizierungen.

Vor allem Praktika bieten eine wertvolle Orientierung und helfen, eigene Stärken und Interessen besser kennenzulernen. „Sie sind eine tolle Möglichkeit, Berufe kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und den Einstieg in eine Ausbildung vorzubereiten“, betont Christine Käferle. Eine gute Gelegenheit zur beruflichen Orientierung bieten auch der Girls’ Day und der Boys’ Day. An diesen Aktionstagen können Schülerinnen und Schüler Berufe entdecken, die sie sonst vielleicht nicht in Betracht ziehen würden, und erste praktische Einblicke in den Arbeitsalltag gewinnen. Informationen gibt es online unter www.girls-day.de beziehungsweise www.boys-day.de.

Die Berufsberatung ist auf vielen Wegen erreichbar – im persönlichen Gespräch, in den Schulen, per Video oder telefonisch. Ein Termin kann telefonisch über die Hotlinenummer 0800/4555500 oder online unter www.mein-beruf.de beziehungsweise www.arbeitsagentur.de vereinbart werden.

Christine Käferle richtet auch einen Appell an die Unternehmen: „Melden Sie uns Ihre Ausbildungsstellen. Viele Jugendliche befinden sich aktuell in einer entscheidenden Phase ihrer beruflichen Orientierung und sind auf der Suche nach einer passenden Perspektive. Jeder gemeldete Ausbildungsplatz eröffnet jungen Menschen eine echte Chance auf einen gelungenen Einstieg ins Berufsleben und sichert gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens.“ pm