Aldi und Lidl rufen Produkte zurück.
Von Lukas Böhl
Gleich mehrere Lebensmittelrückrufe betreffen die Discounter Lidl und Aldi. Die Hersteller warnen vor möglichen Gesundheitsrisiken beziehungsweise Qualitätsmängeln. Besonders ernst ist der Rückruf bei Lidl: In bestimmten Forellenfilets wurden Listerien nachgewiesen. Die Bakterien können schwere Erkrankungen verursachen.
Auch Kunden von Aldi Süd sollten einen Blick in ihren Kühlschrank werfen. Dort wurde ein Frischkäsering verkauft, der wegen eines möglichen Insektenbefalls vorsorglich zurückgerufen wird. Die betroffenen Produkte können in den Verkaufsstellen zurückgegeben werden.
Rückruf bei Lidl: Listerien in Forellenfilets nachgewiesen
Der dänische Hersteller Danforel A/S ruft mehrere Chargen der „Nautica Regenbogen Forellenfilets“ zurück. Grund ist der Nachweis des Bakteriums Listeria monocytogenes.
Betroffen sind folgende Produkte:
Der erste Rückruf wurde am 20. Oktober 2026 veröffentlicht. Am 23. Oktober weitete der Hersteller den Rückruf auf weitere Verbrauchsdaten der Sorte Natur aus.
Kunden sollten die betroffenen Forellenfilets keinesfalls verzehren. Sie können die Produkte in allen Lidl-Filialen zurückgeben. Der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet.
Andere Produkte des Herstellers Danforel A/S und weitere Artikel der Marke Nautica sind laut Rückrufmitteilungen nicht betroffen.
Warum Listerien so gefährlich sein können
Listerien sind Bakterien, die beim Menschen eine sogenannte Listeriose auslösen können. Eine Infektion kann mit Durchfall, Erbrechen und grippeähnlichen Beschwerden einhergehen. In schweren Fällen sind lebensbedrohliche Komplikationen möglich.
Besonders gefährdet sind Schwangere, Neugeborene, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Bei Schwangeren kann eine Listerieninfektion auch das ungeborene Kind gefährden.
Wer eines der zurückgerufenen Fischprodukte bereits gegessen hat und anschließend Beschwerden entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen und auf den möglichen Kontakt mit Listerien hinweisen. Für besonders gefährdete Personen ist eine zeitnahe medizinische Abklärung wichtig.
Rückruf bei Aldi Süd: Frischkäsering
Auch bei Aldi Süd gibt es einen Lebensmittelrückruf. Wie die Arla Foods Deutschland GmbH am 19. Oktober 2026 mitteilte, wird der „Milsani Ananas-Papaya-Ring“ vorsorglich aus dem Verkauf genommen.
Folgende Angaben sind für Verbraucher wichtig:
Grund für den Rückruf ist ein möglicher Insektenbefall in einer Mandelmischung eines Zulieferers, die als Dekoration auf dem Frischkäse verwendet wird.
Der Hersteller betont ausdrücklich, dass die betroffenen Produkte gesundheitlich unbedenklich seien. Aus Vorsicht und zur Einhaltung der Qualitätsstandards habe man sich dennoch für den Rückruf entschieden.
Kunden, die den betroffenen Frischkäsering gekauft haben, werden gebeten, ihn nicht zu verzehren, sondern zu entsorgen oder gegen Erstattung des Kaufpreises in die Verkaufsstelle zurückzubringen.
Weitere Frischkäseprodukte ebenfalls zurückgerufen
Der Rückruf beschränkt sich nicht auf den bei Aldi Süd angebotenen Frischkäsering. Arla Foods nimmt außerdem weitere Produkte aus dem Handel.
Betroffen sind der „Castello Ananas & Mandel Frischkäsering“ in der 1-Kilogramm-Packung mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 16.12.2026 sowie der „Viking Ananas-Mandel Ring“ mit 125 Gramm und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 30.11.2026.
Diese Produkte wurden über verschiedene Großhändler und Einzelhandelsunternehmen vertrieben. Der Viking-Frischkäsering war unter anderem bei Norma erhältlich.
Andere Produkte der genannten Marken sowie andere dekorierte Frischkäseringe sind laut Hersteller nicht betroffen.
Diese Forellenfilets sind vom Rückruf betroffen.
Dieser Frischkäse wird von Aldi zurückgerufen.