Trump-Putin-Deal

Dieselpreise in Deutschland sinken kaum

Der US-Präsident hat sich mit dem Kremlchef auf die Lieferung Hunderttausender Tonnen Diesel geeinigt. Wem bringt das etwas?

Dieselpreise in Deutschland sinken kaum

Die Diesel-Raffinerien in Europa – hier in Martigues/Südfrankreich – arbeiten am Anschlag.

Von Michael Maier

Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie erwartet keine größeren Auswirkungen des von US-Präsident Donald Trump verkündeten Diesel-Deals mit Kremlchef Wladimir Putin auf die Preise an deutschen Tankstellen. „Seit dem 5. Februar 2023 gilt ein Importverbot für russischen Diesel in die EU. Dabei bleibt es“, sagte ein Sprecher. „Angesichts der laut den Meldungen vereinbarten Mengen erwarten wir keine signifikanten Auswirkungen auf den Weltmarkt und die Preise.“

Auch Daten des Spritpreisportals Tankerkönig zeigten bis Samstagmittag keine größeren Ausschläge. Vor und nach dem üblichen Sprung zur Mittagszeit lag der Preis für Diesel – und auch Superbenzin – sehr nah an den Werten zur jeweils selben Zeit am Freitag.

Geburtstagsgrüße für Putin von Trump

US-Präsident Donald Trump hatte nach einem Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin eine Vereinbarung zu Lieferungen von Hunderttausenden Tonnen an Diesel aus Russland verkündet. Nach Ex-Kanzler Gerhard Schröder gratulierte auch der US-Potentat seinem Kollegen in Moskau ganz herzlich und nutzte die Gelegenheit zu einem „Deal“, während der Krieg in der Ukraine ungebremst weitergeht.

Die USA wollen dafür vorübergehend Sanktionen gegen russischen Diesel aufheben. Der Kreml bestätigte den Deal. Trump steht in den USA angesichts gestiegener Spritpreise vor den wichtigen Zwischenwahlen in weniger als einem Monat aktuell stark unter Druck.

Mit dpa-Agenturmaterial