Brand an Silvester

Dutzende Tote in Schweizer Nobel-Skiort

Im Schweizer Nobelskiort Crans-Montana endet eine Silvesterparty im Inferno. Es gibt etliche Opfer.

Dutzende Tote in Schweizer Nobel-Skiort

Die Bar, in der sich das Unglück ereignete.

Von mbo/dpa

Im Schweizer Nobelskirort Crans-Montana sind bei einem Brand in einer Bar in der Silvesternacht mehrere mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Rund 100 seien in der Bar zum Großteil schwer verletzt worden, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler. Die Polizei des Kantons Wallis sprach von einem „schwerwiegenden Vorfall“.

Die Tragödie ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 1.30 Uhr in der Bar „Le Constellation“. Dort brach ein Brand aus. Nach Medienberichten gingen dem Explosionen voraus. Der Einsatz dauerte nach Polizeiangaben am Vormittag noch an. Über dem Ort wurde ein Überflugverbot verhängt. Augenzeugen in Genf berichteten, dass am Universitätsspital alle paar Minuten Nothubschrauber landeten. Der Skiort ist Luftlinie gut 100 Kilometer entfernt.

Mondäner Ferienort mit vielen Prominenten

In der Bar sollen mehr als 100 Menschen bei einer Silvesterparty in das neue Jahr gefeiert haben. Ein Rettungsarzt sagte dem Westschweizer Sender RTS, Menschen seien mit schweren Verbrennungen in umliegende Krankenhäuser gebracht worden.

Crans-Montana liegt im Kanton Wallis und gilt als mondäner Ferienort mit vielen Prominenten. Berühmtester Einwohner war James-Bond-Schauspieler Roger Moore (1927-2017). Der Ort auf etwa 1.500 Metern Höhe hat ein großes Skigebiet. Ende Januar finden dort auch Rennen des Ski Weltcups statt.

Über die Feiertage ist der Ort in der Regel ausgebucht. Auf rund 10.000 Einwohner kommen rund 2.600 Hotelbetten, davon acht in der Luxuskategorie, und hunderte Ferienwohnungen. Bei rund einer Million Übernachtungen im Jahr kommen nach Angaben der örtlichen Tourismusbehörde etwa 20 Prozent der Gäste aus dem Ausland. Der nächste große Flughafen ist Genf. Auf dem Landweg sind es von dort aus 180 Kilometer.