Ermedin Demirovic steht mit Bosnien im Play-off-Finale der WM-Qualifikation – verschießt aber schon wieder.
Demirovic
Von Marco Seliger
Stuttgart - Ermedin Demirovic und die Elfmeter, das wird offenbar nichts mehr. Schon wieder hat der Angreifer des VfB Stuttgart einen verschossen – dieses Mal in der WM-Qualifikation für Bosnien, und das auch noch im Elfmeterschießen. Im Play-off-Spiel in Cardiff gegen Wales schnappte sich Demirovic als erster Bosnier den Ball und scheiterte mit seinem Flachschuss in die rechte Ecke am walisischen Keeper.
Weil Bosniens Torhüter Nikola Vasilj vom FC St. Pauli aber später zum Helden des Elfmeterschießens wurde und sein Team so ins Play-off-Finale gegen Italien am Dienstag führte (20.45 Uhr/nur der Sieger fährt zur WM im Sommer), war der VfB-Spieler Ermedin Demirovic am Ende dann aber doch glücklich. Nach der regulären Spielzeit hatte es dank des späten Treffers von Torjäger Edin Dzezko (86. Minute) 1:1 gestanden. Dann folgte erstmal der Fehlschuss von Demirovic – und damit, wenn man so will, ein gewohntes Bild.
So vergab der Bosnier für den VfB Stuttgart im Zeitraum zwischen Oktober 2024 und Oktober 2025 dreimal vom Punkt in der Bundesliga und der Europa League. Nur ein Demirovic-Strafstoß fand in diesem Zeitrahmen den Weg ins Tor. Beim VfB Stuttgart ist inzwischen der Außenverteidiger Maximilian Mittelstädt der Elfmeterschütze Nummer eins.
Spätestens wenn Ermedin Demirovic mit der bosnischen Mannschaft den Sprung zur Fußball-Weltmeisterschaft geschafft haben sollte, dürfte ihm der Fehlschuss von Wales am Ende aber herzlich egal sein.