Österreicherin und Schweizerin entführt

Europäische Geiseln in Niger freigelassen

Die Erleichterung bei den Regierungen und den Angehörigen ist groß. Die 2025 durch Islamisten entführte Österreicherin und die Schweizerin sind wieder frei. Die Region gilt als besonders gefährlich.

Europäische Geiseln in Niger freigelassen

Zwei Europäerinnen sind in Niger entführt worden, mittlerweile sind sie wieder frei. (Symbolbild)

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Nach ihrer Entführung im Niger sind eine Österreicherin und eine Schweizerin wieder frei. Das teilten die jeweiligen Außenministerien mit. Für die Geisel und ihre Familie sei diese Zeit eine unvorstellbare Belastung gewesen, teilte die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger mit. Nach einem Telefonat mit der Freigelassenen habe sie einen positiven Eindruck. „Es scheint ihr so weit gutzugehen und ich bin sehr beeindruckt von dieser starken Frau“, sagte Meinl-Reisinger. 

Der Schweizerin geht es nach Angaben des Außenministeriums „den Umständen entsprechend gut“. Sie sei bereits auf der Reise in die Schweiz. Außenminister Ignazio Cassis dankte „allen involvierten Stellen“ für die Bemühungen um die Freilassung, ohne einzelne zu nennen. 

Frauen lebten seit Jahren im Niger

Die Österreicherin war im Januar 2025 aus ihrem Haus in der nigrischen Wüstenstadt Agadez verschleppt worden, die Schweizerin im April 2025 ebenfalls aus ihrem dortigen Zuhause. Beide Frauen hatten seit vielen Jahren in dem westafrikanischen Land gelebt und sich unter anderem in Bildungs- und Entwicklungsprojekten engagiert. 

Sicherheitskreisen zufolge sollen Mittelsmänner die Frauen entführt und anschließend im benachbarten Mali an Dschihadisten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der Sahelzone übergeben haben.

Die Freilassung sei durch das Eingreifen von Saddam Haftar, dem stellvertretenden Oberbefehlshaber der Libyschen Nationalarmee (LNA), ermöglicht worden, hieß es aus Libyen. Das Dreiländereck der Sahel-Staaten Mali, Burkina Faso und Niger gilt wegen der Ausbreitung islamistischer Terrorgruppen als eine der gefährlichsten Regionen der Welt.