Ein früher Bundestagsabgeordneter und eine Lehrerin stehen wegen schwerer Vorwürfe vor Gericht. Zum Auftakt räumt die Frau die Vorwürfe ein - der Ex-Politiker wehrt sich.
Der Angeklagte Hartmut Ebbing (l) und sein Anwalt Benedikt Mick (r) vor Verhandlungsbeginn im Landgericht Braunschweig. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete steht wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs von Kindern vor Gericht (Archiv).
Von red/dpa
Im Prozess um mutmaßlichen Kindesmissbrauch wehrt sich ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter gegen die Vorwürfe. Er habe den Jungen nicht berührt, sagte der 69-jährige Hartmut Ebbing vor dem Landgericht Braunschweig. Die mitangeklagte 52-jährige Frau räumte dagegen ein, 2021 unter anderem sexuelle Handlungen an ihrem damals siebenjährigen Sohn vorgenommen zu haben.
Die Lehrerin gab vor Gericht an, dass sie gesehen habe, wie der Mitangeklagte ihren Sohn bei einem Besuch in Goslar in der Dusche angefasst habe. Diese Darstellung wies der 69-Jährige als „schlicht falsch“ zurück. Ebbing räumte Chatnachrichten mit der Frau ein, dabei sei es aber immer um die Fantasie gegangen, tatsächlich umgesetzt wurde ihm zufolge nichts. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Bilder sollen verschickt worden sein
Dem ehemaligen FDP-Politiker und der Lehrerin wird vorgeworfen, 2021 unter anderem sexuelle Handlungen an dem damals siebenjährigen Sohn der Frau vorgenommen zu haben. Der 52-Jährigen wird zudem vorgeworfen, Bilder ihrer Tat gemacht und an den Angeschuldigten geschickt zu haben, weil sie davon ausging, dass er sich darüber freuen würde.