Rauchsäule über dem Kraftwerk Lichterfelde: Bis zu 70 Feuerwehrleute kämpfen in 44 Metern Höhe gegen die Flammen. Was das für die Energieversorgung bedeutet.
Die Feuerwehr bekämpft den Brand mit zahlreichen Einsatzkräften. (Symbolfoto)
Von red/dpa
Auf dem Gelände des Heizkraftwerks Lichterfelde im Südwesten Berlins hat es gebrannt. Nach Angeben der Feuerwehr loderten die Flammen im Dachbereich eines Gebäudes mit stillgelegten Anlagen, das gerade abgerissen wird. Über dem Areal war am Nachmittag eine dichte Rauchsäule zu sehen.
Vor Ort waren nach Angaben eines Sprechers bis zu 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, weil das Gebäude sehr verwinkelt ist und die Flammen in 44 Metern Höhe loderten. Dennoch schritt die Brandbekämpfung dem Sprecher zufolge zügig voran. Allerdings blieben Einsatzkräfte auch am Abend vor Ort, um weitere Glutnester zu löschen.
Keine Auswirkungen auf Energieversorgung
Das Gaskraftwerk selbst war von dem Feuer nicht betroffen, betonte ein Sprecher des Betreibers Berliner Energie und Wärme (BEW). Die Energieversorgung sei sichergestellt. Zu Ursache des Brandes lagen keine Angaben vor, üblicherweise ermittelt dazu die Polizei.
Unangenehme Erinnerungen
Das Kraftwerk Lichterfelde war Anfang Januar in die Schlagzeilen geraten, weil mutmaßliche Linksextremisten einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke nahe dem Komplex verübten. Folge war der bislang längste Stromausfall der Berliner Nachkriegsgeschichte.
Im Südwesten der Stadt waren 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und mehr als 2.000 Gewerbebetriebe ab dem 3. Januar teils tagelang ohne Strom und damit oft auch ohne Heizung. Am 7. Januar war die Stromversorgung wieder für alle hergestellt. ubrik