Förderung für Sulzbacher Gewässerschutz

Das Land fördert Investitionen mit 1,7 Millionen Euro.

Förderung für Sulzbacher Gewässerschutz

Rückhaltebecken spielen eine große Rolle bei Starkregen. Symbolfoto: Edgar Layher

Sulzbach an der Murr. Das Regierungspräsidium Stuttgart unterstützt die Gemeinde Sulzbach an der Murr beim Ausbau ihrer Abwasserinfrastruktur. Mit rund 1,7 Millionen Euro fördert das Land die digitale Nachrüstung von sechs Regenüberlaufbecken. Die Gesamtkosten des Modernisierungspakets belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro.

Die moderne Technik verbessert einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums zufolge den Schutz der Murr und anderer Gewässer vor Verunreinigungen. „Mit intelligenter Technik stärken wir den Gewässerschutz und machen unsere Wasserinfrastruktur fit für die Zukunft“, betont Regierungspräsidentin Susanne Bay. „Mit der Digitalisierung der Regenwasseranlagen investieren wir in einen wirksamen und zukunftsfähigen Gewässerschutz. So können wir unsere heimischen Flüsse auch bei Starkregen besser vor Verschmutzungen schützen.“ Umweltministerin Thekla Walker ergänzt: „Der fortschreitende Klimawandel macht Extremwetterlagen wahrscheinlicher. Neben Dürre, wie wir sie zuletzt erlebt haben, trifft das auch auf lokale Starkregen zu. Darauf müssen wir uns vorbereiten und unsere Kommunen entsprechend unterstützen.“

Die Gemeinde Sulzbach betreibt ein weit verzweigtes Kanalnetz mit mehreren Regenwasserbehandlungsanlagen. Diese Regenüberlaufbecken halten bei starken Niederschlägen den ersten, besonders stark verschmutzten Schwall des Mischwassers zurück und entlasten so das Kanalsystem. Um diese wichtige Funktion auch künftig zuverlässig zu erfüllen, werden die Anlagen nun technisch umfassend modernisiert. Die sechs Überlaufbecken im Hauptort Sulzbach sowie in den Ortsteilen Schleißweiler, Bartenbach, Lautern und Siebersbach erhalten moderne Mess- und Steuerungstechnik. Bislang konnten einige Anlagen nur direkt vor Ort bedient werden. Künftig werden Betriebsdaten wie Wasserstände und Abflussmengen in Echtzeit per Mobilfunk an die zentrale Kläranlage in Sulzbach übermittelt. „Eine moderne Wasserinfrastruktur arbeitet oft unsichtbar – ihre Wirkung zeigt sich jedoch unmittelbar in einem besseren Schutz unserer Gewässer. Mit der neuen Technik kann die Gemeinde ihre Anlagen effizienter steuern und schneller auf außergewöhnliche Wetterereignisse reagieren“, so Susanne Bay. Durch neue Sensoren und elektrisch steuerbare Schieber lasse sich das Speichervolumen der Regenüberlaufbecken künftig deutlich besser nutzen. Dadurch könne mehr Schmutzwasser zurückgehalten und kontrolliert der Kläranlage zugeleitet werden, anstatt in Gewässer zu gelangen. Zusätzlich werden an mehreren Standorten Tauchwände eingebaut, die schwimmende Abfälle zuverlässig im Becken zurückhalten sollen. pm