Hohe Zölle, der Griff nach Grönland, Iran-Krieg. US-Präsident Trump regiert zunehmend autokratisch. Auf der Rangliste zu liberaler Demokratie der Universität Göteborg lässt die Entwicklung das Land abstürzen.
Büste von US-Präsident Donald Trump vor einer USA-Fahne: „Die Demokratie in den USA hat sich in einem beispiellosen Tempo verschlechtert.“
Von KNA/Markus Brauer
Die USA sind laut Demokratiebericht 2025 der schwedischen Universität Göteborg keine „liberale Demokratie“ mehr. In dem Bericht des zuständigen „Varieties-of-Democracy“-Instituts (V-Dem) heißt es: „Die Demokratie in den USA hat sich in einem beispiellosen Tempo verschlechtert.“
Damit liegen die USA allerdings im Trend. Laut Verfasser des Berichts verzeichnete im vergangenen Jahr fast jedes vierte Land weltweit einen Rückgang der Demokratie. Gleichzeitig nehme die Autokratisierung zu.
USA in deutlich schnelleren Niedergang
Die USA befänden sich allerdings in einem deutlich schnelleren Niedergang als jede andere Demokratie. Der Wert auf dem V-Dem-Index zu liberaler Demokratie sank um 24 Prozent. Das Land fiel von Platz 20 auf Platz 51.
Für die Rangliste wurden 179 Länder analysiert. „Die zweite Amtszeit von Präsident Donald Trump lässt sich als eine rasche Machtkonzentration im Präsidentenamt zusammenfassen“, heißt es.
Große Mehrheit lebt in einer Autokratie
Geringste Werte in Nahost und Nordafrika
Als die am wenigsten demokratische Region seit Beginn des 21. Jahrhunderts wurden der Nahe Osten und Nordafrika eingestuft. „Die Golfmonarchien gehören zu den autokratischsten Ländern der Welt“, heißt es.
Für den Demokratie-Bericht wurden die Länder in fünf Kategorien von geschlossener Autokratie bis zu liberaler Demokratie eingeteilt. Bewertet wurden unter anderem Versuche der Regierung, Medien zu zensieren, die Organisation und Durchführung von Wahlen, institutionelle Kontrollmechanismen sowie die Möglichkeit für Frauen und Männer, ihre Meinung zu äußern.