Freiburg hat mit dem VfB eine Rechnung offen

Die Profis aus dem Breisgau wollen im Halbfinale des DFB-Pokals Revanche für die jüngste Niederlage nehmen.

Von David Scheu

Stuttgart - Noch sind es zwei Monate bis zum Aufeinandertreffen, das Halbfinale im DFB-Pokal zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg am 21. oder 22. April wirft aber schon jetzt seine Schatten voraus. Und fest steht: Es wird ein hoch motivierter Gegner aus dem Breisgau anreisen, was nicht zuletzt an der jüngeren Vergangenheit liegt: Vor gut drei Wochen feierte der VfB einen knappen 1:0-Sieg in der Bundesliga durch ein spätes Tor von Ermedin Demirovic, nun wollen die Freiburger Revanche. „Wir haben mit Stuttgart noch eine Rechnung offen“, sagt etwa Stürmer Igor Matanovic. Man könne den VfB definitiv knacken.

Für den Cheftrainer des SC geht der Blick sogar noch ein bisschen weiter zurück. 2013 verlor Julian Schuster als Mittelfeldspieler mit Freiburg das Halbfinale in Stuttgart (1:2) – in einer Saison, in der die Breisgauer als Fünfter der Bundesliga-Abschlusstabelle eigentlich stärker unterwegs waren als der VfB (Zwölfter). Jetzt möchte es Schuster geraderücken. „Wir sind dankbar“, betont der Coach, „dass wir ein ,Trauma‘ aus 2013 ausgleichen können.“

Der Stuttgarter Sportvorstand Fabian Wohlgemuth setzt im Halbfinale derweil auch auf den eigenen Anhang und den Heimvorteil. Man wisse, wie viel Qualität in der Freiburger Mannschaft stecke: „Dass wir ein Heimspiel haben, kann ein entscheidender Faktor auf dem Weg nach Berlin sein.“

Hart umkämpft wird es in jedem Fall werden, wovon auch der Freiburger Routinier und Innenverteidiger Matthias Ginter (32) ausgeht: „Wir können uns in Stuttgart auf einen harten Fight freuen.“ Damals, also nach dem Halbfinale 2013, weinte Ginter in Stuttgart bitterlich in den Armen seines Trainers Christian Streich. Wie es wohl dieses Mal laufen wird?