Auf der CMT in Stuttgart locken einzelne Stände mit Geschenken. Nicht die einzige Besonderheit.
An einem Stand für das Reiseland Türkei hat ein Besucher eine kostenlose Tragetasche erhalten.
Von Erdem Gökalp
Stuttgart - Nein, Freibier gibt es auf der CMT nicht. Am Stand der Braubruderschaft Besigheim in Halle eins der Messe Stuttgart wird Bier aus einer Zapfanlage ausgeschenkt. Die Anlage ist an einen begehbaren Anhänger gebaut und das Bier wird für fünf Euro den Becher verkauft.
Der Anhänger ist eine Art von Spielerei für Camper, wie man sie oft auf der Reisemesse finden kann. „Unser Bier wird normalerweise nicht verkauft. Wir wollten heute vor allem die Zapfanlage vorführen“, sagt ein Mitarbeiter. Das Getränk, das in mühsamer Handarbeit hergestellt wird, wäre zum Verschenken dann doch zu schade.
An anderen Ständen ist man wiederum spendabler. An den meisten von ihnen können Besucher etwas umsonst mitnehmen. Manche Aussteller schenken ein Glas Wein aus oder es gibt Bergkäse aus Südtirol. Zu einem regelrechten Erkennungsmerkmal für Messebesucher, sind wiederum die Wundertüten geworden. Es sind meist hochwertige Tragetaschen, die neben Prospekten auch Geschenke beinhalten. Beispielsweise gibt es beim Stand von Ringhotels eine Mischung aus Feldblumensamen und einen wiederverwendbaren Kronkorkenverschluss.
Auch die Vertreter des Hotels Side Story locken Besucher mit Köstlichkeiten aus der Türkei. Es gibt türkischen Schwarztee und Lokum, eine Süßspeise. Die Mitarbeiter vom Stand von Caravaning geben den Besuchern in Tüten Gummibärchen mit.
Auf Spenden von den Besuchern angewiesen sind wiederum die Mitarbeiter der Universität Stuttgart. Am Stand der Firma Arwinger steht auch der wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für Mikrobiologie Daniele Funaro. Während Arwinger für die selbstentworfene Trenntoilette wirbt, die man in den Camper einbauen kann, klärt Fumaro die Besucher darüber auf, wie man aus Urin Kalksandstein herstellen kann.
Über die gesamte Dauer der CMT können gerade Camper ihre Auffangbehälter auf dem Parkplatz P31 hinter der Halle drei entleeren. „Wir versuchen möglichst viel Urin zu sammeln, um mit dem Harnstoff unsere Materialien herzustellen“, sagt Fumaro.