Die IG Metall will am Aktionstag Zehntausende Demonstranten versammeln.
Von Veronika Kanzler
Die Gewerkschaft IG Metall ruft für den 21. September bundesweit die Beschäftigten in der Autoindustrie zu Protesten auf. Unter dem Motto „Zukunft statt Kahlschlag – Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke“ erwartet die Gewerkschaft etwa 100.000 Demonstranten.
Auch in Baden-Württemberg beteiligen sich zahlreiche Autohersteller wie auch Zulieferer an den Protesten. Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg, sagte im Vorfeld: „Die Beschäftigten haben die Krise nicht verursacht, sie sollen aber für die Fehler der Vorstände bezahlen. Das akzeptieren wir nicht.“ Wer industrielle Stärke und gute Arbeit in Deutschland sichern wolle, müsse jetzt in Produkte, Standorte und Menschen investieren, statt Arbeitsplätze abzubauen.
Deshalb planen Arbeitnehmervertreter an etlichen Betrieben im Land Demonstrationen, öffentliche Betriebsversammlungen und Kundgebungen. Bei welchem Unternehmen was geplant ist:
Daimler Truck
Bosch
Mercedes-Benz
Mahle
Porsche
Die Proteste finden wenige Wochen vor dem Start der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie statt. Die anhaltende Krise vieler Autohersteller und Zulieferer dürfte die Gespräche zusätzlich belasten.