Großerlach: Uranwerte im Trinkwasser deutlich gesunken

Bis beide Werte wieder im Normbereich liegen, wird weiterhin empfohlen, das Leitungswasser derzeit nicht zum Trinken oder zur Zubereitung von Speisen und Getränken zu verwenden.

Großerlach: Uranwerte im Trinkwasser deutlich gesunken

Auch für Haus- und Nutztiere besteht keine akute Gesundheitsgefahr. Archivfoto: Edgar Layher

Großerlach. Die am vergangenen Freitag eingeleiteten Maßnahmen zur Senkung des Urangehalts im Trinkwasser im Versorgungsgebiet der Gemeinde Großerlach zeigen bereits nach wenigen Tagen eine deutliche Wirkung. Wie Bürgermeister Kevin Dispan berichtet, haben sich die Werte bereits innerhalb von drei Tagen deutlich verbessert. Der Wert von 13,9 Mikrogramm pro Liter ist auf 8,2 gesunken und liegt damit bereits wieder unterhalb des gesetzlichen Grenzwerts von 10 Mikrogramm pro Liter. Der zweite Wert ist von 27,9 Mikrogramm pro Liter auf 18,0 zurückgegangen. „Die am Freitag eingeleiteten Maßnahmen zeigen damit bereits eine deutliche Wirkung. Wir werden diese konsequent fortführen und die Entwicklung engmaschig kontrollieren“, so Dispan. Weitere Beprobungen sind bereits für Donnerstag, 13. August, und Montag, 17. August, vorgesehen.

Am Freitag, 7. August, wurden bei einer routinemäßigen Untersuchung erhöhte Uranwerte im Trinkwasser festgestellt. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Untersuchungsergebnisse wurde die Fördermenge des Tiefbrunnens Scheiterhau, der geologisch bedingt einen höheren Urangehalt aufweist, auf das technisch mögliche Minimum von derzeit rund 1,0 Liter pro Sekunde reduziert. Die Gemeinde vermutet, dass sich durch die anhaltende Trockenheit das Mischverhältnis des Trinkwassers, das aus verschiedenen Quellen und Tiefbrunnen gespeist wird, verändert hat. Denn wenn andere Quellen und Wassergewinnungsanlagen aufgrund der anhaltend trockenen Witterung weniger Wasser liefern, verändere sich entsprechend auch deren Verhältnis zum Wasser aus dem Tiefbrunnen Scheiterhau, erklärt der Bürgermeister. Die deutliche Reduzierung der Fördermenge aus dem Tiefbrunnen Scheiterhau hat allerdings eine weitere Konsequenz. Der Gemeinde steht dadurch derzeit nochmals weniger selbst gewonnenes Trinkwasser zur Verfügung: „Wir möchten wir deshalb nochmals an die Bevölkerung appellieren, sparsam mit unserem Trinkwasser umzugehen und insbesondere vermeidbare größere Wasserverbräuche nach Möglichkeit zu reduzieren.“

Auch wenn keine akute Gesundheitsgefahr besteht, wird weiterhin vorsorglich empfohlen, das Leitungswasser derzeit nicht zum Trinken oder zur Zubereitung von Speisen und Getränken zu verwenden. Dies gilt insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder bis 24 Monate sowie für Schwangere und Stillende. Für Duschen, Baden, Händewaschen, Zähneputzen, Wäsche- und Geschirrwaschen, die Reinigung im Haushalt sowie die Toilettenspülung kann das Leitungswasser weiterhin uneingeschränkt genutzt werden. Abkochen reduziert den Urangehalt nicht. Auch für Haus- und Nutztiere besteht nach Einschätzung des zuständigen Veterinäramts bei den derzeit festgestellten Werten keine akute Gesundheitsgefahr. Mehr Infos auf der Webseite der Gemeinde unter https://t1p.de/yv5vy.