Mit Rapper Milonair

Haftbefehl veröffentlicht Song trotz angekündigter Auszeit

Er war zuletzt nach einem Klinikaufenthalt in Reha-Behandlung, sein Management kündigte eine längere Pause an. Jetzt ist dennoch ein gemeinsamer Song mit Rapper Milonair erschienen.

Haftbefehl veröffentlicht Song trotz angekündigter Auszeit

Rapper Haftbefehl meldet sich mit Musik zurück. (Archivbild)

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Inmitten einer angekündigten Pause hat Rapper Haftbefehl («069») einen gemeinsamen Song mit Rapper Milonair veröffentlicht. Der rund zweiminütige Track „GEN 100“ erschien in der Nacht, genauso wie ein Musikvideo dazu. Wann der Song mit brachialen Beats produziert wurde, war unklar.

In dem Lied rappt Haftbefehl unter anderem, er sei „kein Deutscher, nein, ich bin 069er“. 069 ist die Vorwahl von Offenbach und Frankfurt am Main in Hessen. Haftbefehl kommt aus Offenbach und lebt mit seiner Familie in der Region Stuttgart. Das Musikvideo auf der Plattform YouTube wurde mit einem Hinweis auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) gekennzeichnet.

Haftbefehl vor Rückkehr nach Stuttgart noch in Reha-Klinik

Zuletzt wurde der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Aykut Anhan heißt, in einer Reha-Klinik behandelt, nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen worden war. Sein Management berichtete vor mehreren Tagen, ihm gehe es gut und jeden Tag werde es besser. Er werde sich für eine längere Zeit eine Auszeit nehmen. Bis zur Rückkehr in seine Wahlheimat in der Region Stuttgart, wo „Haftbefehl“ relativ zurückgezogen mit seiner Familie lebt, könnte es also noch etwas dauern.

Haftbefehl-Tickets werden erstattet

Haftbefehl hatte Mitte Oktober seine Konzerte in Düsseldorf und Berlin abgesagt. Sein Bruder Cem Anhan, bekannt als Rapper Capo, hatte damals mitgeteilt, dass sich der Musiker „unter ärztlicher Aufsicht“ befinde. Der 40-Jährige hatte bereits im Juni eine Auftrittspause aus gesundheitlichen Gründen angekündigt. 

Er verwies dabei auf die Netflix-Dokumentation „Babo - Die Haftbefehl-Story“, in der er offen über seine Drogensucht und die Folgen seines Kokainkonsums gesprochen hatte. In der Doku wird auch thematisiert, dass er nach einer Überdosis wiederbelebt wurde. Zu den Gründen für die aktuelle Behandlung haben sich weder der Rapper noch sein Management geäußert. In Medien war aber von mutmaßlichem Kokainmissbrauch die Rede.

Ob beziehungsweise wann die Haftbefehl-Konzerte nachgeholt werden können, war zunächst noch unklar. Die Eintrittskarten für die abgesagten Haftbefehl-Konzerte in Düsseldorf (15. Oktober 2026) und Berlin (18. Oktober 2026) werden über den Ticketanbieter Eventim vollständig zurückerstattet. Zuvor hatte die Verbraucherzentrale darauf hingewiesen, dass es einen Rechtsanspruch auf Erstattung gibt, wenn ein Konzert ohne Ersatztermin abgesagt wird.