Acht Jahre nach ihrer Hochzeit auf Schloss Windsor blicken Prinz Harry und Meghan auf eine Beziehung zurück, die zunächst als royale Liebesgeschichte begann und später zu einem öffentlichen Bruch mit dem britischen Königshaus wurde.
Der Herzog und die Herzogin von Sussex während ihrer Australien-Reise im April 2026.
Von Katrin Jokic
Prinz Harry und Meghan Markle feiern an diesem Dienstag ihren achten Hochzeitstag. Am 19. Mai 2018 gaben sich der Sohn von König Charles III. und die frühere Schauspielerin in der St.-George’s-Kapelle auf Schloss Windsor das Jawort. Die Verlobung des Paares war am 27. November 2017 offiziell bekanntgegeben worden. Auf Instagram hat Meghan zum Jahrestag bereits private Bilder des Paares veröffentlicht.
Schon bevor Harry und Meghan heirateten, stand ihre Beziehung stark im öffentlichen Fokus. Am 8. November 2016 hatte Kensington Palace in einer ungewöhnlich deutlichen Erklärung die Beziehung bestätigt und zugleich die mediale Behandlung Meghans kritisiert. Harry beklagte damals unter anderem Belästigungen und rassistisch aufgeladene Berichterstattung über seine damalige Freundin.
Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Archie wurde im Mai 2019 geboren, später folgte Tochter Lilibet. Auf der offiziellen Seite der Royal Family werden Harry und Meghan weiterhin als Duke and Duchess of Sussex geführt; zugleich heißt es dort, dass sie seit Januar 2020 nicht mehr als arbeitende Mitglieder der königlichen Familie auftreten.
Der Hochzeitstag ist deshalb längst mehr als ein privates Datum. Er erinnert auch an die Entwicklung des Paares: von der weltweit übertragenen Märchenhochzeit über die Geburt der Kinder bis zum Rückzug aus dem engeren Kreis der Royals. Im Frühjahr 2020 trat eine neue Regelung in Kraft, nach der Harry und Meghan keine öffentlichen Mittel mehr für royale Pflichten erhalten und ihre HRH-Titel nicht mehr aktiv nutzen sollten.
Eines der offiziellen Hochzeitsbilder von Prinz Harry (Mitte, l.) und Herzogin Meghan (M). (Bild: picture alliance/ dpa | Alexi Lubomirski)
Für viel Aufmerksamkeit sorgte 2021 das Interview mit Oprah Winfrey. Darin sprachen Harry und Meghan über ihre Zeit im Königshaus, über Belastungen durch die Presse, über Meghans psychische Gesundheit und über Vorwürfe im Zusammenhang mit Rassismus. Das Gespräch prägte die öffentliche Wahrnehmung des Paares nachhaltig.
Zum siebten Hochzeitstag im vergangenen Jahr hatte Meghan auf Instagram eine Collage geteilt, die private Bilder und Erinnerungsstücke des Paares zeigte. Dazu schrieb sie: „Seven years of marriage. A lifetime of stories.“ Auf dem Moodboard waren unter anderem Fotos aus verschiedenen Jahren ihrer Beziehung, Familienmomente und handschriftliche Notizen zu sehen.
Ob Harry und Meghan ihren achten Hochzeitstag in diesem Jahr öffentlich markieren, bleibt noch abzuwarten. Das Datum steht in jedem Fall für eine Beziehung, die seit fast einem Jahrzehnt unter außergewöhnlicher Beobachtung steht und für ein Paar, das seine Geschichte inzwischen weitgehend abseits des britischen Hofes weitererzählt.