Hoch Zeno

„Heat Dome“ – Europa wie in einem Kochtopf mit Deckel

So zwingt ein Hochdruckgebiet Europa unter seine Hitzekuppel: „Zeno“ wirkt derzeit wie ein unsichtbarer Deckel und staut die Hitze über dem Kontinent.

„Heat Dome“ – Europa wie in einem Kochtopf mit Deckel

Hunde können nicht schwitzen und leiden daher besonders unter Hitze.

Von mic/red

Die Temperaturen steigen und in den Wetterberichten im aktuellen Pfingst-Sommer zwischen Eisheiligen und Schafskälte fällt ein Begriff immer häufiger: „Heat Dome“ (Hitzekuppel/Hitzeglocke). Doch was genau steckt hinter diesem Phänomen, das uns durch das mächtige Hoch Zeno zu schaffen macht?

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Ein Heat Dome ist das Resultat einer extrem stabilen Großwetterlage. Man kann sich das Prinzip wie einen Kochtopf mit Deckel vorstellen:

Hoch Zeno bringt „Heat Dome“

Genau dieses Phänomen erleben wir derzeit. Das ausgeprägte Hoch Zeno liegt nahezu ortsfest über West- und Mitteleuropa. Unter dieser Hitzekuppel werden in Frankreich und Großbritannien bereits extreme Rekordwerte für Ende Mai gemessen.

Deutschland liegt glücklicherweise eher am Rand dieser Kuppel, weshalb wir meist mit sommerlichen, aber einigermaßen erträglichen Temperaturen davonkommen – am Oberrhein kratzt das Thermometer dennoch an der 34-Grad-Marke. Würde Hoch Zeno Deutschland auf diese Art im Hochsommer erwischen, wären Werte weit über 40 Grad die Folge.

Klimawandel verursacht Hitzeglocken

Dabei gibt es übrigens auch einen Klimawandel-Effekt: Durch die Abschwächung der globalen Windbänder (Jetstream) verharren Wetterlagen wie Hoch Zeno heute deutlich länger an einem Ort. Hitzeglocken werden dadurch häufiger und intensiver.