Heilbronns Buga ohne ICE-Anschluss: „Armutszeugnis“

dpa/lsw Heilbronn. Die Bahn kommt - nicht. Zumindest nicht zur Buga in Heilbronn. Der Schnellzug, der extra zur Bundesgartenschau zwischen Köln und Heilbronn eingerichtet wurde, fällt immer wieder kurzfristig aus, seit dem 1. Juli tut sich auf der Strecke nach Angaben der „Heilbronner Stimme“ und der Stadtverwaltung gar nichts mehr. Das ruft nun auch die Politik auf den Plan. Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) beschwerte sich schriftlich bei der Bahn über Ausfälle und Kommunikation - und wartet nun nach Angaben aus dem Rathaus auf die Antwort aus Berlin.

Heilbronns Buga ohne ICE-Anschluss: „Armutszeugnis“

Harry Mergel (SPD), Bürgermeister von Heilbronn, mit einem Modell des Buga-Maskottchens „Karl“. Foto: Christoph Schmidt/Archivbild

„Dass nun kein ICE mehr fährt, wohl aufgrund fehlender ICE 3-Züge, spottet jeder Beschreibung und ist nicht nur für Ihren Konzern ein Armutszeugnis, sondern auch für uns als Stadt äußerst peinlich“, heißt es unter anderem in dem Brief des Rathauschefs. Ihm sei zudem mitgeteilt worden, dass die ICE-Zugverbindung über Heilbronn eventuell sogar ersatzlos aus dem Fahrplan gestrichen werden solle. „In Heilbronn findet derzeit die Bundesgartenschau 2019 statt“, betont Mergel. „Ein Ereignis mit bundesweiter Bedeutung.“ Als Gastgeber könne er das Aus nicht akzeptieren. Die Buga läuft noch bis zum 6. Oktober.

Die neue ICE-Verbindung war bereits denkbar schlecht aus den Startblöcken gekommen: Bereits die erste Fahrt am 29. April hatte den Heilbronner Bahnhof deutlich verspätet erreicht.

Die Bahn erklärt die Ausfälle damit, dass es nicht ausreichend ICE 3-Fahrzeuge gebe. Und sie macht den Reisenden Hoffnung: „Wir haben eine Lösung gefunden und gehen davon aus, dass wir die Fahrten im Laufe der kommenden Woche wieder planmäßig aufnehmen können“, sagte ein Bahn-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.