Die Grippewelle in Baden-Württemberg flaut ab, der Höhepunkt ist überschritten. Lohnt sich eine Impfung noch?
Nach einigen intensiven Wochen mit stark steigenden Infektionszahlen gibt es erste Entwarnung. (Symbolbild)
Von Janina Link
Die Grippewelle in Baden-Württemberg hat in den letzten Wochen die Hausarztpraxen stark beansprucht. Nach den intensiven Wochen mit stark steigenden Infektionszahlen gibt es nun jedoch erste Entwarnung: Der Höhepunkt der Saison scheint überschritten.
Wie Christiane Wagner-Wiening vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg der ARD mitteilte, erreichte die Zahl der gemeldeten Influenza-Fälle ihren Höhepunkt bereits Anfang Februar. Seither zeigen sowohl die Meldedaten als auch die Abwasseranalysen einen kontinuierlichen Rückgang der Viruslast.
Grippewelle mit Subvariante K in der Region Stuttgart
Die Saison 2025/2026 begann etwas früher als in den Vorjahren. Bereits Ende November wurden erste Fälle registriert, was für die Hausärzte in Baden-Württemberg eine hohe Belastung mit sich brachte. Von Dezember bis Anfang Januar hatten sich die Grippefälle im Jahresvergleich vervierfacht – auch wegen der aggressiven Subvariante K.
In den besonders stark betroffenen Regionen wie Ludwigsburg, Rems-Murr und Heilbronn war die Zahl der Erkrankten überdurchschnittlich hoch, während Stuttgart und Böblingen beispielsweise weniger stark betroffen waren. Fachleute führen dies unter anderem auf Unterschiede in der Impfquote und Altersstruktur der Bevölkerung zurück.
Lohnt sich die Grippe-Impfung noch?
Für Risikogruppen bleibt jedoch weiterhin Vorsicht geboten. Ältere Menschen, chronisch Kranke sowie Kleinkinder sollten weiterhin Hygieneregeln beachten und große Menschenansammlungen nach Möglichkeit meiden. Die Grippe-Impfung schützt nicht nur vor Infektionen, sondern verringert insbesondere das Risiko schwerer Verläufe und Krankenhausaufenthalte.
Eine Impfung wirkt jedoch nicht sofort: Bis ein verlässlicher Immunschutz besteht, vergehen in der Regel etwa zwei Wochen. Ob sie sich für diese Saison noch lohnt, ist daher eine individuelle Entscheidung.
Grippewelle in Baden-Württemberg vor dem Ende
Neben der Impfung helfen nach wie vor einfache Maßnahmen, um eine Ansteckung zu vermeiden: Niesen in die Armbeuge, regelmäßiges Händewaschen und Stoßlüften. Aufenthalte an der frischen Luft stärken zudem das Immunsystem und senken das Infektionsrisiko. Mit diesen Mitteln lässt sich die letzte Phase der Grippesaison sicher überstehen und gleichzeitig das Risiko für andere minimieren.
Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass die intensive Phase der Grippewelle in Baden-Württemberg nun vorüber ist. Wer die Saison bisher unbeschadet überstanden hat, kann nun wohl auf eine ruhigere Zeit ohne akute Influenza-Ausbrüche hoffen.