Saharastaub erreicht regelmäßig Europa und sorgt für beeindruckende Naturphänomene. Doch wie gefährlich ist der feine Staub für unsere Gesundheit?
Saharastaub kommt ab Donnerstag nach Baden-Württemberg.
Von Matthias Kemter
Ein schwacher Tiefdruckausläufer bringt in den nächsten Tagen Wolken und Saharastaub nach Deutschland. Da mit breitem Niederschlag nicht zu rechnen ist, wird sich der Saharastaub auch zum Wochenende halten. Aber wie wirkt sich der Wüstenstaub auf die Gesundheit aus?
Wie wirkt Saharastaub auf die Gesundheit?
Laut dem Deutschen Wetterdienst sind die gesundheitlichen Auswirkungen von Saharastaub gering. Dennoch erhöht der Staub die Feinstaubbelastung und kann laut Apotheken-Umschau für die Gesundheit zum Problem werden. Wie bei allen Dingen kommt es dabei natürlich auf die Menge an. Der typische Partikeldurchmesser von fern-transportiertem Saharastaub liegt bei 0.1 bis 10 Mikrometer. Besonders problematisch sind die Teilchen, die kleiner sind als 2,5 Mikrometer, da diese besonders tief in die Lunge eindringen.
Für Gesunde ist die Belastung kein Problem
Wenn Saharastaub eingeatmet wird, können die feinen Partikel die Atemwege reizen. Bei gesunden Menschen führt das nur selten zu Beschwerden und stellt somit kein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar. Für Menschen mit Vorerkrankungen kann der Staub jedoch stärker spürbar sein. Besonders betroffen sind Menschen mit Asthma, COPD oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei ihnen kann die erhöhte Feinstaubbelastung unter anderem zu Husten und Reizung der Atemwege oder Entzündungsreaktionen führen.
Wie hoch ist die Belastung durch Saharastaub wirklich?
Die tatsächliche Belastung durch Saharastaub wird häufig überschätzt. In vielen Fällen bleibt der Staub in höheren Luftschichten und erreicht den Boden kaum. Wenn der Wüstenstaub jedoch bis in die bodennahe Luft gelangt, kann die Feinstaubkonzentration kurzfristig stark ansteigen. Messungen zeigen, dass sie dann bis zu 20-mal höher als normal sein kann.