54 Demokraten im Senat

Karte und Grafik zeigen Midterms-Ergebnisse

Donald Trump wollte die Zwischenwahlen zum Referendum über sich selbst machen. Es kommt aber zu einem verheerenden Ausgang für die Republikaner.

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Die Demokraten haben sich die Kontrolle in beiden Kongresskammern, Senat und Repräsentantenhaus, gesichert.

Von Markus Brauer

Die Midterms in den USA ändern die Machtverhältnisse im Kongress. Die Demokraten gewinnen laut Hochrechnungen die Mehrheiten im Repräsentantenhaus und auch im Senat – dort mit mindestens 54 Sitzen, während in Mississippi am Mittwochvormittag (MEZ) ein Kopf-an-Kopf-Rennen lief und Alaska aufgrund der Zeitzone noch nicht vollständig ausgezählt war.

Es kam zu der von Republikanern befürchteten blauen Welle der Demokraten – trotz der enorm hohen Millionenspenden für den Republikaner-Wahlkampf. Für Präsident Donald Trump ist das eine gewaltige Niederlage.

Karte zeigt Demokraten-Siege

Die Nadelstiche, die die Demokraten den Republikanern versetzen, sind vielerorts besonders schmerzhaft:

Trump bleibt nach Midterms bis 2029

Die Demokraten haben sich nach der Niederlage von Kamala Harris bei der Präsidentschaftswahl 2024, die Trump gewonnen hatte, ein Stück weit zurückgekämpft. Im Repräsentantenhaus können sie Gesetzesvorhaben der Trump-Regierung blockieren oder sogar ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten anstoßen. Im Senat können sie Personalvorschläge Trumps für Spitzenpositionen blockieren.

Trumps Amtszeit dauert noch bis Anfang 2029. Der Sieg im Kongress verbessert die Ausgangslage der Demokraten mit Blick auf den absehbar beginnenden Präsidentschaftswahlkampf. Unter dem Strich werden die Demokraten jetzt wieder sichtbarer, zumal Trump 2028 nicht mehr als Präsident kandidieren darf. Einige seiner Planspiele drehen sich indes angeblich um eine mögliche Kandidatur als Vizepräsident, aber auch das wäre verfassungsrechtlich umstritten. Die Frage ist auch, ob es bei den Republikanern überhaupt noch viel Unterstützung für Trump gibt.

Mit AFP/dpa-Agenturmaterial

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Vorläufige Midterms-Ergebnisse zum Senat – Demokrakten 54 (inkl. 2 Unabhängige), Republikaner 44. Graue (Republikaner) und grau schraffierte (Demokraten) standen nicht zur Wahl. Mississippi und Alaska waren gegen 10 Uhr MEZ noch nicht vollständig ausgezählt.

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Vorläufige Sitzverteilung im US-Repräsentantenhaus: 228 Sitze hatten die Demokraten gegen 10 Uhr MEZ bereits sicher – in weiteren 35 Wahlkreisen führten sie bei der Auszählung.