Krankenstand im Rems-Murr-Kreis leicht gesunken

Männer zwischen 60 und 64 Jahren haben im Rems-Murr-Kreis mit 9,5 Prozent den höchsten Krankenstand.

Krankenstand im Rems-Murr-Kreis leicht gesunken

Welche Berufsgruppen waren besonders häufig krank? Symbolfoto: Adobe Stock/Robert Kneschke

Waiblingen. Der Krankenstand der bei der AOK versicherten Beschäftigten im Rems-Murr-Kreis lag im Jahr 2025 bei 5,6 Prozent. Das geht aus einer Auswertung der Gesundheitskasse hervor, die sämtliche gemeldeten Arbeitsunfähigkeitsfälle berücksichtigt hat. Aufgrund ihres hohen Marktanteils gelten die Daten der AOK als repräsentativ. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Krankenstand leicht zurückgegangen: Im Jahr 2024 lag er noch bei 5,8 Prozent. Bundesweit sank die Kennzahl ebenfalls leicht von 6,5 auf 6,4 Prozent.

Den höchsten Krankenstand im Landkreis verzeichnete die Branche „Öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung“ mit 6,4 Prozent. Am niedrigsten lag der Wert im Bereich „Land- und Forstwirtschaft“ mit 2,4 Prozent. Betrachtet nach Altersgruppen und Geschlecht hatten Männer zwischen 60 und 64 Jahren mit 9,5 Prozent den höchsten Krankenstand. Am geringsten war er bei Frauen im Alter zwischen 30 und 34 Jahren mit 4,1 Prozent.

Im Durchschnitt entfielen im vergangenen Jahr auf ein AOK-Mitglied im Rems-Murr-Kreis 20,4 Arbeitsunfähigkeitstage. „Im Vergleich zum Vorjahr sank diese Zahl um 3,1 Prozent“, erklärt Alexander Schmid, Geschäftsführer der AOK Ludwigsburg-Rems-Murr. Insgesamt meldeten sich 62,9 Prozent der beschäftigten Versicherten mindestens einmal krank. 2024 lag dieser Anteil noch um 0,9 Prozent höher. Auf 100 Versicherte kamen 216,3 Arbeitsunfähigkeitsmeldungen, 2,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Eine einzelne Krankschreibung dauerte im Schnitt 9,4 Kalendertage.

Bei den Krankheitsarten führten Atemwegserkrankungen mit 30,7 Prozent. Dahinter folgten Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems mit 13,8 Prozent, Verdauungserkrankungen mit 5,9 Prozent sowie Verletzungen mit fünf Prozent.

Betrachtet man hingegen die gesamte Dauer der Fehlzeiten, lagen Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems mit 19,2 Prozent vorne. Danach folgten Atemwegserkrankungen mit 16,7 Prozent, psychische Erkrankungen mit 13,4 Prozent und Verletzungen mit 8,7 Prozent. pm