Ab wann dürfen Schüler wirklich nach Hause, wenn’s heiß wird? Kultusminister Jung spricht sich für verbindlichere Hitzefrei-Regeln aus.
Andreas Jung (CDU) will die Regeln zu Hitzefrei an Schulen auf den Prüfstand stellen.
Von red/dpa/lsw
Der baden-württembergische Kultusminister Andreas Jung (CDU) will einem Medienbericht zufolge die Regelungen für Hitzefrei an Schulen neu fassen. „Ich kann mir vorstellen, dass wir neue Regelungen erarbeiten, alles auf den Prüfstand stellen“, sagte er am Morgen im Radiosender SWR1.
Dies könnte dann aber frühestens ab dem nächsten Schuljahr gelten. Die Verantwortung dafür, Hitzefrei zu geben, liege dann zwar weiterhin bei den Schulen. Er sei aber dafür, etwas mehr Verbindlichkeit hineinzubringen.
Das Kultusministerium macht derzeit keine generellen Vorgaben, ob und wann Schülerinnen und Schüler Hitzefrei bekommen. Auch eine landesweit einheitliche Temperaturgrenze, bei der der Unterricht automatisch endet, gibt es nicht. Als Kriterium wird aber unter anderem empfohlen, dass die Schulen Hitzefrei geben können, wenn die Außentemperatur um 11.00 Uhr mindestens 25 Grad im Schatten beträgt.
Daraus müsse eine „Soll“-Regelung werden, erklärte der Minister im SWR1. Er sei zudem dafür, dass man die Temperatur im Klassenzimmer zum Maßstab nehme.