Sprung aufs Gymnasium

Letzte Chance – Was Eltern über den Potenzialtest wissen müssen

Wer aufs Gymnasium will, braucht entsprechende Noten oder ein gutes Kompass-4-Ergebnis. Wer beides nicht hat, kann eine Art Aufnahmeprüfung machen.

Letzte Chance – Was Eltern über den Potenzialtest wissen müssen

Für die Anmeldung zum Potenzialtest gibt es landesweit einheitliche Termine.

Von Alexandra Kratz

Seit dem vergangenen Schuljahr ist die Grundschulempfehlung wieder verpflichtend – zumindest fürs Gymnasium. Kinder, die den direkten Weg zum Abitur einschlagen wollen oder sollen, brauchen entweder die dafür erforderlichen Noten oder müssen im Kompass-4-Test das gymnasiale Niveau erreicht haben. Wenn beides nicht der Fall ist, ist der Potenzialtest die letzte Chance. Er ist eine Art Aufnahmeprüfung am Gymnasium. Ebenso wie beim Kompass-4-Test werden die Aufgaben zentral vom Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg bereitgestellt.

Der Potenzialtest findet an einem Gymnasium statt, das der jeweiligen Grundschule für diesen Zweck zugeordnet ist. Eltern können ihr Kind aber auch an einem staatlich anerkannten Gymnasium in freier Trägerschaft anmelden, wenn dieses den Test anbietet. Wichtig ist, die vom Kultusministerium festgelegten Termine zu beachten:

Der Potenzialtest besteht aus drei Teilen: In Deutsch geht es um die Themen Leseverständnis, Rechtschreiben und Sprachgebrauch. In Mathematik sind Aufgaben aus den Bereichen Zahlen und Operationen, Raum und Form, Größen und Messen sowie Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit zu lösen. Darüber hinaus umfasst der Test Fragestellungen zum logischen Denken.

Lehrkräfte am Gymnasium korrigieren die Tests. Dafür gibt es landesweit einheitliche Vorgaben. Die Eltern können das Ergebnis nach wenigen Tagen abholen oder es sich zuschicken lassen.