Löw fordert rigorose Maßnahmen gegen Hopp-Beleidigungen

dpa Amsterdam. Bundestrainer Joachim Löw hat scharfe Maßnahmen gegen Beleidigungen von Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp in deutschen Fußballstadien gefordert. „Das darf nicht häufiger stattfinden. Deshalb muss von der Gesetzgebung her, vom DFB oder wer auch immer die Möglichkeit hat, mit aller Gewalt vorgegangen werden“, sagte der 60-Jährige nach der Auslosung der Nations League am Dienstag in Amsterdam. „Wenn einzelne Leute wie Dietmar Hopp in diesem Maße so beleidigt werden, finde ich das unterste Schublade, das geht nicht.“

Löw fordert rigorose Maßnahmen gegen Hopp-Beleidigungen

Bundestrainer Joachim Löw. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Hopp war während mehrerer Partien der Bundesliga und 2. Liga von Fans mit Spruchbändern oder Gesängen beleidigt worden, die Partien zwischen der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern München sowie zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem VfL Wolfsburg standen deshalb kurz vor dem Abbruch. Wiederholt war das Abbild von Hopp auf Plakaten im Fadenkreuz zu sehen gewesen. Die Fans werten dies als Symbol ihres Protests gegen Kollektivstrafen durch den Deutschen Fußball-Bund.

Er sei über die Vorkommnisse „erschüttert“ gewesen, berichtete Löw. „Wir alle in unserem Stab sind absolut gegen Rassismus im Stadion und gegen Gewalt im Stadion, gegen Beleidigungen gegen einzelne Personen im Stadion. Wohin das geführt hat, hat man jetzt am Wochenende gesehen.“

Löw begrüßte, dass die Teams von Hoffenheim und Bayern sich in der Schlussphase des Spiels aus Protest gegen die Beleidigungen nur noch den Ball zugepasst hatten. „Das war schon auch eine große Solidarität und ein gutes Zeichen von beiden Mannschaften“, sagte Löw.