„Friends“-Star

Matthew Perrys Stiefmutter fordert Höchststrafe für „Ketamin-Königin“

Im Prozess um den Tod von Matthew Perry hat seine Stiefmutter klare Worte gefunden. Die als „Ketamin-Königin“ bekannte Dealerin soll nach ihrem Willen die maximal mögliche Strafe erhalten.

Matthew Perrys Stiefmutter fordert Höchststrafe für „Ketamin-Königin“

Matthew Perry starb 2023. Sein Tod wurde als Unfall gewertet.

Von Katrin Jokic

Matthew Perrys Stiefmutter Debbie Perry hat vor der Urteilsverkündung im Fall um den Tod des Schauspielers eine klare Forderung gestellt: Die als „Ketamin-Königin“  („Ketamine Queen“) bekannte Jasveen Sangha soll die höchstmögliche Haftstrafe erhalten. In einer Stellungnahme an ein Gericht in Kalifornien sprach sie von „unwiderruflichem Schaden“, den die Angeklagte angerichtet habe.

„Der Schmerz, den Sie verursacht haben, ist unumkehrbar“, schrieb Perry. Es gebe „keine Freude mehr“ und „kein Licht im Fenster“ – eine Anspielung auf den Verlust ihres Stiefsohns.

Bis zu 65 Jahre Haft möglich

Jasveen Sangha, die sowohl die US-amerikanische als auch die britische Staatsbürgerschaft besitzt, drohen laut US-Justiz bis zu 65 Jahre Gefängnis. Sie hatte sich zuvor in mehreren Punkten schuldig bekannt, darunter wegen des Verkaufs von Ketamin mit tödlichen Folgen.

Die 42-Jährige gilt als zentrale Figur in einem Netzwerk, das den Schauspieler über längere Zeit mit der Droge versorgte. Ermittler fanden bei einer Durchsuchung ihres Hauses in Los Angeles zahlreiche Drogen, darunter Ketamin, Kokain und Methamphetamin.

Matthew Perry starb 2023

Matthew Perry, weltweit bekannt als Chandler Bing aus der Serie „Friends“, wurde im Oktober 2023 leblos in einem Whirlpool seines Hauses in Los Angeles gefunden. Laut Gerichtsmedizin starb er an den „akuten Effekten von Ketamin“. Weitere Faktoren wie Herzprobleme und ein Medikament zur Behandlung von Opioidabhängigkeit spielten ebenfalls eine Rolle.

Ketamin wird medizinisch als Narkosemittel eingesetzt, kann aber auch halluzinogene Wirkungen haben. In therapeutischen Kontexten wird es unter strenger ärztlicher Aufsicht verabreicht.

Netzwerk aus Ärzten und Helfern

Insgesamt fünf Personen wurden im Zusammenhang mit Perrys Tod verurteilt oder angeklagt. Neben Sangha gehören dazu zwei Ärzte sowie Perrys persönlicher Assistent.

Die Mediziner sollen das Mittel zu stark überhöhten Preisen weitergegeben haben. In internen Nachrichten äußerte sich einer von ihnen abfällig über den Schauspieler und dessen Zahlungsbereitschaft.

Perrys Assistent wiederum soll ihm das Ketamin mehrfach injiziert haben – auch am Tag seines Todes. Ein Mittelsmann organisierte die Übergaben zwischen den Beteiligten.

Dealerin entschuldigt sich

Sangha sitzt seit 2024 in Untersuchungshaft. Medienberichten zufolge hat sie sich bei der Familie des Schauspielers entschuldigt. „Es gibt keine Entschuldigung für das, was ich getan habe“, sagte sie in einem Interview. Sie bedauere den verursachten Schmerz zutiefst.

Die Urteilsverkündung wird mit Spannung erwartet. Perrys Stiefmutter machte in ihrer Stellungnahme deutlich, dass sie ein klares Signal erwartet: Die Angeklagte solle „nie wieder anderen Familien schaden können“.