Konzern aus Heidenheim

Medizinartikelhersteller Hartmann macht mehr Gewinn

Hartmann kennen viele aus der Apotheke: Der Konzern stellt zum Beispiel Verbände und Desinfektionsmittel her. 2025 hat das schwäbische Unternehmen erneut zugelegt.

Medizinartikelhersteller Hartmann macht mehr Gewinn

Hartmann konnte Umsatz und Profitabilität nach Angaben von Konzernchefin Britta Fünfstück steigern.

Von red/dpa/lsw

Der Medizinartikelhersteller Paul Hartmann hat Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr erneut gesteigert. Nach vorläufigen Zahlen stieg das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um rund 15 Millionen Euro auf 277 Millionen Euro, wie der Konzern aus Heidenheim mitteilte. Zum Nettoergebnis machte Hartmann zunächst keine Angaben. 

Das Umsatzwachstum aus eigener Kraft betrug demnach 2,2 Prozent. Einen absoluten Wert veröffentlichte das Unternehmen für 2025 zunächst ebenfalls nicht. Im vorvergangenen Jahr lag der Erlös bei gut 2,4 Milliarden Euro.

Hartmann konnte Umsatz und Profitabilität nach Angaben von Konzernchefin Britta Fünfstück steigern, obwohl wichtige Kernmärkte rückläufig waren. „Es gelingt uns, durch neue Produkteinführungen und Kostenmaßnahmen sowie durch neue kundenorientierte Lösungen zu gewinnen“, sagte die Managerin laut Mitteilung. Man werde daher weiter in strategische Zielmärkte investieren.

Hartmann liegt auf Kurs

Mit dem vorläufigen Ergebnis liegt der Konzern aus Ostwürttemberg innerhalb der eigenen Zielspanne. Das Hartmann-Management hatte im Jahresverlauf seine Prognose für das bereinigte Ebitda aufgrund schwächerer Absatzmärkte, gestiegener Zölle und geopolitischer Unsicherheiten von zuvor 260 bis 300 Millionen Euro auf 250 bis 290 Millionen Euro gesenkt. Am Ausblick auf ein moderates Umsatzwachstum hatte das Unternehmen festgehalten.

Hartmann stellt unter anderem Verbandsmaterialien, Windeln und Desinfektionsmittel her. Zur Gruppe gehört auch Kneipp, eine Marke für natürliche Pflege- und Gesundheitsprodukte. Der Geschäftsbericht mit dem vollständigen Zahlenwerk sowie die Prognose für 2026 sollen am 19. März veröffentlicht werden.