Mit teilweise 180 km/h raste ein Audifahrer im Kreis Biberach der Polizei davon, um einer Kontrolle zu entgehen. Eine kaputte Bodenwanne setzte der Fahrt ein Ende.
Von Julian Ettema
Ein 20-Jähriger versuchte am Freitag bei Langenenslingen, mit seinem Audi vor der Polizei zu flüchten. Gegen 22.15 Uhr fuhr der junge Mann mit seinem Wagen auf der Altheimer Straße und sollte auf Höhe des Kreisverkehrs einer routinemäßigen Kontrolle unterzogen werden. Doch nach dem Ausfahren aus dem Kreisverkehr in Richtung Altheim beschleunigte der Audifahrer plötzlich.
Die Polizeistreife folgte dem Wagen auf der L277 und gab dem Fahrer mit Blaulicht und „Stopp Polizei“-Anzeige deutliche Signale, anzuhalten. Stattdessen raste der Audi mit einer Geschwindigkeit von rund 180 Kilometern pro Stunde weiter in der Waldhauser Straße in Richtung Altheim-Waldhausen.
Versteck-Versuch blieb erfolglos
Der Audi riss sich an einem kreuzenden Feldweg die Bodenwanne auf, schaffte es aber noch zurück auf die Altheimer Straße. Dort war die Fahrt dann beendet. Der 20-Jährige stellte sein Auto rund 30 Meter abseits der Straße in einer Wiese ab und schaltete das Licht seines Wagens aus, in der Hoffnung, von den Polizisten unentdeckt zu bleiben. Allerdings ohne Erfolg. Den jungen Fahrer erwartet nun eine Anzeige wegen des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens.
Warum der Mann vor der Polizei geflüchtet war, ist aktuell noch nicht bekannt. Weder war er betrunken, noch stand er unter Drogen. Auch ist er im Besitz eines Führerscheines und das Auto war vorschriftsmäßig zugelassen.
Der nicht mehr fahrbereite Audi musste von einem Abschlepper geborgen werden. Zudem war die Feuerwehr im Einsatz, um das ausgelaufene Öl auf der Straße zu binden. Während der Verfolgungsfahrt wurden laut Polizei Ulm keine weiteren Verkehrsteilnehmer gefährdet.