Kreis Esslingen

Nadeln in Halloween-Süßigkeiten: Kriminalpolizei ermittelt

Schrecken nach Halloween: Ein weiterer Fall von mit Nadeln präparierten Süßigkeiten ist im Kreis Esslingen gemeldet worden. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Nadeln in Halloween-Süßigkeiten: Kriminalpolizei ermittelt

Nadeln sind in Halloween-Süßigkeiten im Kreis Esslingen gefunden worden. Die Polizei mahnt Eltern, diese zu entsorgen oder sorgsam zu prüfen. (Symbolfoto)

Von Greta Gramberg

Die Warnung der Polizei an Eltern ist eindringlich: Sie sollen die von ihren Kindern in der Halloweennacht gesammelten Süßigkeiten sorgsam überprüfen oder entsorgen. Denn nachdem am Samstag bereits Eltern in Filderstadt Nadeln in Haselnussschnitten gefunden hatten, ist ein weiterer Fall auf den Fildern hinzugekommen. Mittlerweile ermittelt die Kriminalpolizei.

„Bis jetzt sind uns keine verletzten Kinder gemeldet worden – das ist das Wichtigste“, sagt Michael Schaal von der Pressestelle des zuständigen Polizeipräsidiums Reutlingen. Doch die Verletzungsgefahr sei potenziell groß, sollte eine präparierte Süßigkeit verzehrt werden.

Rätselhafte Motive: Handelt es sich um einen gefährlichen Halloweentrend?

Die Warnung beschränkt sich nicht mehr nur auf den Raum Filderstadt. Denn im neuen Fall ist laut Polizei die genaue Örtlichkeit, an der das Kind die Süßigkeiten bekommen hat, noch nicht bekannt – die Tat könnte sich in den Nachbarorten Filderstadt-Harthausen oder Aichtal-Grötzingen abgespielt haben. Die erste Meldung vom Samstagabend war aus Bonlanden gekommen. Hinzu kommen Veröffentlichungen in den sozialen Medien über einen weiteren Fall in Esslingen. Hierzu ist nach Angaben der Polizei bis Montagvormittag aber noch keine Anzeige eingegangen.

Dass die Kriminalpolizei in die Ermittlungen eingestiegen sei, zeige, wie ernst die Polizei das Geschehen nehme, sagt Schaal. Experten der Spurensicherung suchten nach Hinweisen an den gefundenen präparierten Süßigkeiten. Zu möglichen Motiven der Täter könne die Polizei keine Aussage treffen. Als eine Möglichkeit prüften die Ermittler derzeit, ob es sich um einen über digitale Kanäle verbreiteten Trend handele. Denn ähnliche Fälle waren auch aus anderen Teilen Baden-Württembergs und Deutschlands gemeldet worden.

Polizei im Kreis Esslingen bittet, präparierte Süßigkeiten zu melden

Schaal rät Eltern, Halloween-Süßigkeiten entweder direkt zu entsorgen oder eingehend zu prüfen. „Die Mutter aus Filderstadt hat das Klasse gemacht“, sagt der Polizeisprecher. Die Frau hatte aufgrund der Presseberichterstattung die in der Halloweennacht gesammelten Süßigkeiten ihrer Tochter mit einem Magneten abgestreift. Hierbei habe sie in einem verpackten Kaubonbon ebenfalls eine Nähnadel festgestellt und Anzeige bei der Polizei erstattet.

Sollten Eltern präparierte Süßigkeiten finden, sei es wichtig, sich bei der örtlichen Polizei oder über den Notruf zu melden, appelliert Schaal.