Neue Bezirkssynode des Bezirks Backnang nimmt ihre Arbeit auf

Bei der konstituierenden Sitzung stimmt der evangelische Dekan Rainer Köpf die Mitglieder auf eine Zeit großer Veränderungen ein.

Neue Bezirkssynode des Bezirks Backnang nimmt ihre Arbeit auf

Rainer Köpf. Archivfoto: Tobias Sellmaier

Backnang. Mit vielen neuen Gesichtern, Wahlen und einem Ausblick in die Zukunft ist die Bezirkssynode des evangelischen Kirchenbezirks Backnang in ihre neue Amtszeit gestartet. Nach der Kirchenwahl am ersten Advent kamen die Synodalen zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Insgesamt 51 Synodale, darunter viele Kirchengemeinderätinnen und Kirchengemeinderäte, die ihre Gemeinden neu vertreten, gestalten in den kommenden Jahren die Arbeit des Kirchenbezirks mit.

Zu Beginn wurden mehrere Mitglieder in die Synode zugewählt, um unterschiedliche kirchliche Arbeitsfelder einzubinden. Unter ihnen sind unter anderem ein Vertreter der Akzente-Gemeinde in Sulzbach, ein Vertreter der Vollversammlung des Kreisdiakonieverbands, eine Vertreterin der Evangelischen Frauen in Württemberg sowie eine Fachperson für die Prävention sexualisierter Gewalt. Durch diese Ergänzungen erhält die Synode zusätzliche Perspektiven aus verschiedenen Bereichen kirchlicher Arbeit.

Zum ersten Vorsitzenden wählten die Synodalen erneut Dieter Handel aus Allmersbach im Tal. Neben anderen Ausschüssen wählten die Synodalen auch die Delegierten für den Kirchenbezirksausschuss, der zwischen den Tagungen der Bezirkssynode die Geschäfte des Kirchenbezirks führt.

Da es sich um die erste Sitzung des neuen Gremiums handelte, blickte Dekan Rainer Köpf auf die grundlegenden Aufgaben der Bezirkssynode. Dazu gehören die Unterstützung der Kirchengemeinden, die Förderung der Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg sowie die Vernetzung kirchlicher Arbeit mit Kommunen und staatlichen Stellen. Die Synode berät außerdem über grundlegende Fragen des kirchlichen Lebens und entscheidet über Haushalts- und Vermögensfragen des Kirchenbezirks.

Einen weiteren Schwerpunkt der kommenden Jahre bilden Strukturveränderungen: In der gesamten Landeskirche muss der Gebäudebestand reduziert werden, auch im Backnanger Kirchenbezirk. Rund 40 Prozent der Gebäude müssen bis zum Jahr 2040 aufgegeben oder anders genutzt werden. Zudem werden zum 1. Januar 2028 die Kirchenbezirke Backnang, Schorndorf und Waiblingen zum evangelischen Kirchenbezirk Rems-Murr fusionieren.

Nach der Verabschiedung der Haushalte für den Kirchenbezirk, das Evangelische Jugendwerk Backnang, die evangelischen Kindergartenträger sowie die Akzente-Gemeinde ergriff nochmals Dekan Köpf das Wort. Er dankte den Synodalen für ihre Bereitschaft zur Mitarbeit in einer Zeit großer Veränderungen und ermutigte sie, die kommenden Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Trotz aller strukturellen Anpassungen bleibe das Ziel klar: das kirchliche Leben im Bezirk zu stärken und die Menschen vor Ort zu begleiten. pm