Neue Kampagne zum Bevölkerungsschutz

Unter dem Motto „Älles parat“ wird in allen 31 Städten und Gemeinden des Rems-Murr-Kreises für Eigenvorsorge geworben.

Neue Kampagne zum Bevölkerungsschutz

Landrat Richard Sigel ist einer der Teilnehmer der Kampagne. Foto: Landratsamt

Rems-Murr. Krisen und Notlagen können unerwartet eintreten. Wer vorbereitet ist, weiß im entscheidenden Moment, was zu tun ist. Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig mit möglichen Szenarien auseinanderzusetzen und Vorkehrungen zu treffen. Die Eigenvorsorge jedes Einzelnen trägt dazu bei, dass Menschen in einer Notlage handlungsfähig bleiben, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts.

Der Rems-Murr-Kreis startet deshalb gemeinsam mit seinen 31 Städten und Gemeinden eine Bevölkerungsschutzkampagne und macht diese passend zum bevorstehenden bundesweiten Warntag, der am Donnerstag, 10. September, um 11 Uhr stattfindet, sichtbar. Unter dem schwäbisch eingefärbten Motto „Älles parat“ richtet sich die Kampagne gezielt an alle Mitmenschen im Landkreis: Sie soll sensibilisieren, informieren und dazu ermutigen, die persönliche Eigenvorsorge mit wenigen, aber wirksamen Schritten anzugehen.

Die außergewöhnlichen Starkregenereignisse im Jahr 2024 haben gezeigt, wie schnell und plötzlich sich die Lage vor Ort verändern kann. Hochwasser, Starkregen und Unwetter gehören ebenso zu den möglichen Szenarien im Landkreis wie Brände, Hitzeperioden oder ein länger andauernder Stromausfall. Die Kampagne vermittelt dabei eine klare Botschaft: Vorsorge bedeutet nicht Panik, sondern Verantwortung – für sich selbst, für die Familie und für die Nachbarschaft.

„Niemand kann den Ernstfall vorhersehen. Aber jede und jeder kann sich mit überschaubarem Aufwand darauf vorbereiten und dazu beitragen, handlungsfähig zu bleiben“, sagt Landrat Richard Sigel. „Wer beispielsweise wichtige Warnmeldungen über die Nina-Warn-App empfangen kann, einen kleinen Vorrat und einen Notfallrucksack parat hat und weiß, wo Hilfe und verlässliche Informationen zu finden sind, kann im Ernstfall nicht nur sich selbst schützen, sondern auch anderen helfen. Eigenvorsorge stärkt unsere gesamte Gemeinschaft und macht sie resilienter, denn Bevölkerungsschutz geht uns alle an.“

Kreis und Blaulichtorganisationen haben einen Katastrophenschutzfilm realisiert

Ziel der Kampagne ist es, die Eigenvorsorge stärker in den Alltag zu rücken und Gespräche im eigenen Umfeld anzustoßen. Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Website https://sei-bereit.rems-murr-kreis.de/startseite, die einen kompakten Überblick bietet. Dort finden Bürgerinnen und Bürger Informationen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zu Warnmöglichkeiten, Notvorräten und richtigem Verhalten in Krisensituationen oder unter anderem den Link zum Katastrophenschutzfilm, den Kreis und Blaulichtorganisationen gemeinsam als Angebot zum Aktionstag Katastrophenschutz in Schulen realisiert haben. Die Website bündelt zudem Informationen aller 31 Städte und Gemeinden im Rems-Murr-Kreis. So können sich Bürgerinnen und Bürger schnell darüber informieren, welche Hilfsangebote, Anlaufstellen und örtlichen Informationen vor Ort verfügbar sind.

Die Kampagne wirbt auch fürs Ehrenamt. „Bevölkerungsschutz lebt vom Miteinander und vom ehrenamtlichen Einsatz“, betont Kreisbrandmeister Pascal Dölle. „Ob bei der Feuerwehr, im Sanitätsdienst, in der Wasserrettung, in der Betreuung oder in der Technik: Es gibt viele sinnvolle Aufgaben. Vorkenntnisse sind nicht immer erforderlich – wichtig sind Interesse, Teamgeist und die Bereitschaft, anderen zu helfen.“

Den Auftakt zur Kampagne bilden auffällige Plakate in den internationalen Farben des Bevölkerungsschutzes Blau und Orange. Besonders persönlich sind die Motive der Plakatkampagne: Sie zeigen Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie die Rathauschefinnen und -chefs aus dem Rems-Murr-Kreis. Damit wird deutlich: Es geht nicht darum, Angst oder Panik zu verbreiten, sondern darum, mögliche Gefahren ernst zu nehmen, informiert zu sein und mit einfachen Maßnahmen vorbereitet zu handeln. Ergänzt werden die Plakate durch Beiträge in den sozialen Medien, Brückenbanner sowie ein Fassadenbanner am Landratsamt in Waiblingen. pm