Der wichtige Spieler ist gesperrt, also muss der Kickers-Trainer das Team zwangsläufig ändern.
Tomic
Von Jürgen Frey
Stuttgart - Leicht und locker eingefahrene drei Punkte gibt es in den allerwenigsten Spielen der Fußball-Regionalliga. Und Marco Wildersinn rechnet auch im Heimspiel der Stuttgarter Kickers an diesem Samstag (14 Uhr/Gazi-Stadion) gegen den Tabellen-15. FC Bayern Alzenau alles andere als mit einem Spaziergang: „Das wird sperrig und eklig. Unser Gegner braucht jeden Punkt und wird kämpfen, kratzen, beißen, alles was dazugehört“, vermutet der Trainer der Blauen.
Im Kampf gegen den Abstieg haben die Alzenauer aus den vergangenen vier Spielen sieben Punkte geholt. Damit rangieren sie auf dem viertletzten Platz. Bei einem zu erwartenden Absteiger aus der dritten Liga in die Regionalliga Südwest (aktuell SSV Ulm 1846), müssen am Ende vier Teams in die Oberliga runter. Alzenau wird also alles versuchen, noch einen Rang gutzumachen, aktuell beträgt der Rückstand auf den 14. Kickers Offenbach sechs Punkte.
Mit solchen Szenarien brauchen sich die Stuttgarter Kickers neun Spieltage vor Saisonende nicht befassen, doch auch der Zug nach ganz oben ist abgefahren. Was nichts daran ändert, dass es nach dem 0:1 gegen Hessen Kassel nun mit aller Macht wieder in die Erfolgsspur zurückgehen soll. „Wir werden alles reinwerfen“, verspricht Wildersinn.
Verzichten muss er dabei auf David Tomic. Der offensive Mittelfeldmann (sieben Saisontore) war zuletzt der Unterschiedsspieler im Kickers-Team und fehlt nach seiner Gelb-Roten Karte. Im Hinspiel in Alzenau (0:3) war der 28-Jährige nach einer Notbremse übrigens mit Rot vom Platz geflogen.
Wer ihn ersetzt, ließ Wildersinn offen. Vieles spricht für Lukas Kiefer. Der Kapitän war auch beim 3:1 in Freiburg in die Anfangself gerückt, als Tomic mit Blick aufs Pokalduell gegen den SGV Freiberg (3:1) geschont wurde. Ansonsten wird der Coach keine größeren Umbaumaßnahmen vornehmen, auch nicht mit Blick auf die Grundordnung. „Warum zwanghaft etwas verändern und alles über Bord werfen, das gut funktioniert hat, nur zuletzt in einem Spiel nicht zum Erfolg führte“, sagt Wildersinn.