Neue Landesregierung

Palmer sagt Özdemir ab: Tübingens OB will nicht ins Kabinett wechseln

Der Tübinger Oberbürgermeister bleibt, was er ist: Boris Palmer sagt Cem Özdemir, dem Gewinner der Landtagswahl, ab. Es wurde gemunkelt, dass Palmer Minister wird.

Palmer sagt Özdemir ab: Tübingens OB will nicht ins Kabinett wechseln

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (rechts) half Cem Özdemir im Wahlkampf. Spekulationen, er trete ins Kabinett ein, hat er jetzt beendet.

Von Reiner Ruf

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (parteilos) wird nicht in eine künftige Landesregierung eintreten. Wie unsere Redaktion aus Kreisen der Grünen erfuhr, teilte der für das Amt des Ministerpräsidenten vorgesehene Cem Özdemir auf einer jüngsten Sitzung des Landesvorstands mit, er habe in dieser Frage inzwischen mit Palmer gesprochen. Dieser habe aber gesagt, er bleibe Oberbürgermeister in Tübingen. Palmer bestätigte auf Anfrage diese Information.

Auf die Frage nach seinen Beweggründen antwortete er: „Ich sehe keinen Grund, weshalb ich begründen müsste, weshalb ich das Amt, das mir die Bürger anvertraut haben, für volle acht Jahre ausfülle. Das erschließt sich von selbst.“

Palmer war vor knapp drei Jahren aus der Grünen-Partei ausgetreten, pflegte aber weiterhin Kontakt zur realpolitisch orientierten Grünen. Im Landtagswahlkampf unterstützte er Özdemir und trug nach breiter Einschätzung zum Wahlerfolg bei. Daraufhin schossen Erwartungen ins Kraut, Palmer werde in ein Kabinett Özdemir eintreten. Der Tübinger OB ließ diese Frage offen. Jetzt fiel die Entscheidung.