Weil sein Versuch, spektakuläre Aufnahmen von sich zu bekommen, zu einem Zusammenstoß mit einem anderen Flugzeug, muss ein südkoreanischer Pilot umgerechnet mehr als 50.000 Euro.
Ein Kampfjet der algerischen Luftwaffe. In Südkorea hat ein Pilot für spektakuläre Fotos viel risiert. Das Foto zeigt nicht den eigentliche Kampjet (Symbolfoto)
Von red/AFP
Die Suche nach dem perfekten Schnappschuss ist einen südkoreanischen Kampfjet-Piloten teuer zu stehen gekommen: Weil sein Versuch, spektakuläre Aufnahmen von sich in der Luft zu bekommen, zu einem Zusammenstoß mit einem anderen Flugzeug führte, muss er eine Strafe von 88 Millionen südkoreanischen Won zahlen, umgerechnet mehr als 50.000 Euro. Dem Bericht eines Ausschusses vom Mittwoch zufolge hatte der Mann den Piloten des anderen Flugzeugs und noch einen Kollegen gebeten, ihn bei seinem letzten Flug vor einer Versetzung mit ihren Handys aufzunehmen.
Bei einer Geschwindigkeit von fast 580 Kilometern pro Stunde zog er dann seinen Jet auf die Seite und näherte sich dem anderen Flugzeug. Dabei verschätzte er sich und berührte mit dem Leitwerk seines Hecks die Tragfläche des Kollegen. Der Zusammenstoß ging glimpflich aus, der Schaden an den Maschinen betrug umgerechnet aber mehr als eine halbe Million Euro.
Ursprünglich war dem Mann, dessen Name nicht bekanntgegeben wurde, vom Verteidigungsministerium aufgetragen worden, den kompletten Schaden zu begleichen. Der Pilot wandte sich dann aber an den Rechnungsprüfungs-und Inspektionsausschuss, der die Strafe auf zehn Prozent der Summe reduzierte. Der Ausschuss berücksichtigte in seiner Entscheidung, dass er seit 2010 Flugzeuge sicher gelenkt habe und dass auch andere Piloten vor ihm schon Aufnahmen im Flug gemacht hätten.