Pippa Middleton und ihr Mann stehen im Konflikt mit Anwohnern, die einen jahrzehntelang genutzten Fußweg plötzlich nicht mehr betreten dürfen. Nun entscheidet eine Behörde, ob der Zugang dauerhaft geschlossen bleibt.
Pippa Middleton, Schwester von Prinzessin Kate, hat Streit mit ihren Nachbarn.
Von Katrin Jokic
Pippa Middleton, die Schwester der britischen Prinzessin Kate, und ihr Ehemann James Matthews stehen im Mittelpunkt eines Nachbarschaftsstreits in der Grafschaft Berkshire. Auslöser ist die Sperrung eines Weges auf ihrem Anwesen, den viele Anwohner seit Jahrzehnten als öffentlichen Zugang genutzt haben.
Zugang zu Mill Lane blockiert
Konkret geht es um die sogenannte Mill Lane, einen Weg, der über das Anwesen Barton Court führt. Matthews hatte das rund 15,5 Millionen Pfund teure Anwesen im Jahr 2022 erworben. Kurz nach dem Einzug ließ das Paar ein elektrisches Tor installieren und Hinweisschilder wie „Kein Zutritt“ und „Privatgelände“ anbringen. Dadurch wurde der Zugang für Spaziergänger unterbunden.
Aus Sicht vieler Bewohner des nahegelegenen Ortes Kintbury war der Weg jedoch bislang Teil eines etablierten öffentlichen Fußwegs. Eine Gruppe von Anwohnern, unterstützt von der Organisation „Ramblers’ Association“, setzte sich daher dafür ein, die Strecke offiziell als öffentliches Wegerecht anerkennen zu lassen.
Streit um öffentliches Wegerecht
Der zuständige Gemeinderat von West Berkshire gab den Antragstellern zunächst recht und stufte den Weg als Teil eines öffentlichen Weges ein. Gegen diese Entscheidung legten Middleton und Matthews jedoch Einspruch ein. Der Fall wird nun im Mai von einer staatlichen Planungsbehörde in einer öffentlichen Anhörung geprüft.
Die Anwohner argumentieren, der Weg sei eine wichtige Verbindung im Ort. Ohne ihn müssten Fußgänger auf eine stark befahrene Straße ausweichen, die als gefährlich gilt. Zudem sei die Strecke über Jahrzehnte frei zugänglich gewesen, ohne Zäune oder Einschränkungen.
Eigentümer verweisen auf Privatsphäre und Sicherheit
Die Eigentümer des Anwesens weisen die Vorwürfe zurück. In ihrer Stellungnahme heißt es, der Weg erfülle nicht die rechtlichen Voraussetzungen für einen öffentlichen Fußweg. Zudem würde eine öffentliche Nutzung zu Problemen beim Schutz der Privatsphäre und der Sicherheit der Familie führen.
Auch sei der Weg bereits seit den 1980er-Jahren als privat gekennzeichnet gewesen. Darüber hinaus gebe es alternative Routen für Spaziergänger in der Umgebung, die attraktiver und sicherer seien.
Kritik aus dem Dorf
Im Ort sorgt die Sperrung dennoch für Unmut. Einige Bewohner werfen dem Paar vor, die Interessen der Dorfgemeinschaft zu ignorieren. Andere zeigen Verständnis für den Wunsch nach Privatsphäre, kritisieren jedoch, dass sich bestehende Gewohnheiten nicht einfach ändern ließen.
Der Streit ist nicht der erste Konflikt rund um das Anwesen. Bereits zuvor waren geplante Umbauten gestoppt worden, nachdem Archäologen auf mögliche historische Funde im Boden hingewiesen hatten.
Entscheidung steht bevor
Die öffentliche Anhörung beginnt am 14. Mai. Die Entscheidung der Planungsbehörde dürfte maßgeblich klären, ob die Mill Lane künftig wieder öffentlich zugänglich sein muss oder dauerhaft privat bleibt.