Zum zweiten Mal in Folge leuchtete der Nachthimmel über Baden-Württemberg in bunten Farben – wo sie wieder zu sehen waren und welchen speziellen Foto-Trick es dabei gibt.
Polarlichter bei Freiburg.
Von Michael Maier
In der Nacht auf Dienstag, 21. Januar 2026, wurden in Baden-Württemberg und anderen Teilen Deutschlands erneut beeindruckende Polarlichter gesichtet. Bereits in der Nacht zuvor hatten die leuchtenden Himmelsphänomene für Aufsehen gesorgt, und nun wiederholte sich das farbenfrohe Spektakel zumindest an einigen Orten.
Die Polarlichter waren besonders gut in Regionen mit klarem Himmel zu beobachten. Vor allem im Schwarzwald bei Freiburg (über 500 Meter Höhe) boten sich teilweise gute Bedingungen für die Himmelsbeobachtung. Laut Carolin Liefke, stellvertretende Leiterin am Haus der Astronomie in Heidelberg, waren die rosa und grünen Farbspektakel etwa ab 19.40 Uhr zu sehen - allerdings nur für rund 15 Minuten, bevor sie allmählich verblassten.
Längere Belichtungszeiten für Polarlichter
Nach dieser kurzen, intensiven Phase waren die Polarlichter mit bloßem Auge nicht mehr erkennbar. Allerdings konnten sie mit Kameras und längeren Belichtungszeiten noch festgehalten werden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigte. In den sozialen Medien teilten zahlreiche Nutzer Fotos und Videos des Naturschauspiels.
Auch in anderen Teilen Deutschlands wurden die Polarlichter gesichtet, darunter in Brandenburg, Hamburg und auf Norderney. Generell steigt die Wahrscheinlichkeit für Sichtungen von Polarlichtern, je weiter nördlich man sich in Deutschland befindet. Dass das Phänomen bis in den Süden nach Baden-Württemberg zu sehen war, ist daher besonders bemerkenswert.
Nebel und Wolken verdecken Polarlichter
Mancherorts verhinderten allerdings Nebel und Wolken den Blick auf das Naturspektakel. Nach Einschätzung von Carolin Liefke gegenüber dpa dürfte das Polarlicht-Schauspiel nun vorerst vorbei sein. „Ich gehe davon aus, dass jetzt nichts mehr kommt“, sagte sie, fügte jedoch hinzu, dass Polarlichter unberechenbar seien und man „nie nie sagen“ solle.
Das leuchtende Himmelsspektakel entstehen, wenn energiereiche Teilchen von der Sonne auf die Erdatmosphäre treffen und dabei Luftmoleküle zum Leuchten anregen. Die verschiedenen Farben kommen durch unterschiedliche Gase in der Atmosphäre zustande.