Polizei vor der Hohenbergschule in Albstadt am Dienstagmorgen.
Nach dem körperlichen Angriff auf einen Schüler und eine Lehrerin am Dienstagmorgen an der Hohenbergschule in Albstadt-Ebingen ermitteln die Staatsanwaltschaft Hechingen und das Kriminalkommissariat Balingen gegen den 15-jährigen Tatverdächtigen zwischenzeitlich wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der zweifachen gefährlichen Körperverletzung.
Das haben das Polizeipräsidium Reutlingen und die Staatsanwaltschaft Hechingen am Mittwochmittag in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt gegeben. Dem Jugendlichen wird zur Last gelegt, einen Schüler und eine Lehrerin mit einem Messer verletzt zu haben.
Der Jugendliche soll kurz vor 7.30 Uhr einen Schüler mit einem Messer verletzt und eine Lehrerin mittels Körpergewalt angegangen haben. Der elfjährige Schüler, der durch das am Tatort sichergestellte Küchenmesser verletzt worden war, wurde im Krankenhaus behandelt und stationär aufgenommen.
Wie sich im Nachhinein herausstellte, hatte auch die Lehrerin durch das Messer leichte Verletzungen erlitten. Sie begab sich am Dienstagnachmittag selbstständig in ärztliche Behandlung.
Der Polizei zufolge wird davon ausgegangen, dass der geständige jugendliche Ukrainer gezielt mit einem Messer in die Schule gegangen war, um anderen Personen Verletzungen zuzufügen.
Ex-Schüler wird Haftrichter vorgeführt
Durch sein Handeln soll der 15-Jährige jedenfalls den Tod des elfjährigenSchülers zumindest billigend in Kauf genommen haben, heißt es in der Pressemitteilung.
Der Jugendliche, der bislang strafrechtlich nicht aufgefallen ist, soll am Mittwoch einer Haftrichterin beim Amtsgericht Hechingen vorgeführt werden.
Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Balingen, insbesondere zum Motiv derTat, dauern an.