Die Redcare-Pharmacy-Aktie fällt erstmals seit 3 Jahren unter die 60-Euro-Marke. Was steckt hinter dem Kursrückgang?
Die Redcare-Pharmacy-Aktie fällt unter die 60-Euro-Marke, obwohl das Unternehmen selbst keine negativen Nachrichten veröffentlichte. Was steckt hinter dem Kursrückgang?
Von Matthias Kemter
Zur Mitte der Handelswoche fiel die Redcare-Pharmacy-Aktie deutlich und liegt nun mit ihrem aktuellen Kurs von knapp 58 Euro so tief, wie schon seit 3 Jahren nicht mehr. Der Rückgang war jedoch nicht auf eigene Schwächen zurückzuführen.
Schwache Zahlen von DocMorris belasten den Sektor
Der Auslöser für den Kursrutsch war die Veröffentlichung vorläufiger Geschäftszahlen von DocMorris, dem Schweizer Konkurrenten. Das Wachstum im Bereich elektronischer Rezepte (E-Rx) blieb bei DocMorris hinter den Erwartungen zurück und das vierte Quartal verlief durchwachsen. Die Aktie von DocMorris verlor daraufhin rund sieben Prozent. Diese negative Stimmung übertrug sich auch auf Redcare Pharmacy, obwohl das Unternehmen bessere Wachstumszahlen vorweisen kann.
Redcare bleibt operativ stark
Analysten betonen, dass Redcare Pharmacy und DocMorris nicht direkt vergleichbar sind. Während DocMorris im Rx-Segment schwächelt und mit Liquiditätsproblemen kämpft, überzeugt Redcare mit einem Umsatzwachstum von 24 Prozent im Jahr 2025. Die solide Bilanz und Skalenvorteile schützen das Unternehmen vor den Turbulenzen, die den Sektor derzeit belasten.
Analysten bleiben optimistisch
Die Analystemeinungen sind hingegen durchweg positiv. Die Kursziele der bekanntesten Analystenhäuser reichen von 74 bis 200 Euro. Damit sollte der Kurs noch deutlich Luft nach oben haben. Auch die hohe Insider-Beteiligung von 13,5 Prozent deutet auf Vertrauen in die Zukunft hin.
Fazit
Der Kursrückgang der Redcare-Pharmacy-Aktie ist vor allem auf die schwachen Zahlen von DocMorris zurückzuführen und weniger auf eigene Schwächen. Analysten sehen das Unternehmen weiterhin gut aufgestellt.