Die sächsische Hausfrau, die 1999 mit einem einzigen Wort ins kollektive Gedächtnis einging, ist gestorben. Regina Zindler, deren Name untrennbar mit Stefan Raabs Nummer-eins-Hit "Maschendroatzaun" verknüpft ist, verlor ihren Kampf gegen eine tückische Krankheit.
Die Auerbacher Hausfrau Regina Zindler, bekannt geworden durch den "Maschendroatzaun" ist in Folge einer Krebserkrankung verstorben.
Von Matthias Kemter
Regina Zindler ist am 5. Mai 2026 in ihrer Heimatstadt Zwickau gestorben. Die 78-jährige Sächsin, die durch ihren legendären Auftritt in der Sat.1-Gerichtsshow „Richterin Barbara Salesch" 1999 zur Kultfigur wurde, erlag einer schweren Krebserkrankung im Endstadium. Ihre Urne wurde wenige Tage nach ihrem Tod auf dem Hauptfriedhof Zwickau in einem anonymen Gemeinschaftsgrab beigesetzt – ganz wie es ihr Wunsch war.
Die Todesursache: Krebs im Endstadium
Regina Zindler kämpfte bis zuletzt gegen eine schwere Krebserkrankung. Wie ihr Ehemann gegenüber BILD bereits Ende April erklärte, lag die 78-Jährige zu diesem Zeitpunkt bereits sterbend mit Krebs im Endstadium im Bett und wurde palliativ betreut. Zindler war damals bereits so schwach, dass sie keine Besucher mehr empfangen konnte.
Palliativpflege zu Hause und die letzten Wochen
In ihren letzten Lebenswochen wurde Regina Zindler täglich palliativ versorgt. Ihr Ehemann war an ihrer Seite und pflegte sie liebevoll bis zum Schluss. Ein letzter Akt der Fürsorge nach einem gemeinsamen Leben, das stark von den Auswirkungen ihrer ungewollten Berühmtheit geprägt worden war. Ihr Ehemann hatte damals offenbart, dass sie nur noch wenige Wochen zu leben hätte, möglicherweise vier bis acht Wochen. Diese Prognose sollte sich als zu optimistisch erweisen. Zindler verstarb bereits eine Woche später.
Ein Leben nach dem Hit: Von Ruhm zur Zurückgezogenheit
Bevor die Krankheit ihr Leben beendete, hatte Regina Zindler bereits Jahrzehnte der Einsamkeit und des Rückzugs hinter sich. Die plötzliche Bekanntheit, die 1999 über sie hereinbrach, hatte ihre Psyche massiv belastet. Schaulustige belagerten ihr Grundstück in Auerbach, Menschen stahlen Teile ihres berühmten Zauns, und der ständige Medienrummel ließ sie zeitweise in einer psychiatrischen Klinik landen. In ihrer Not floh sie mit ihrem Mann nach Berlin in einen Plattenbau, um der Öffentlichkeit zu entgehen. Erst nach Jahren kehrte das Paar nach Sachsen zurück.
Versöhnung mit ihrer Vergangenheit
In ihren späteren Lebensjahren machte Regina Zindler ihren Frieden mit dem, was Stefan Raab aus ihrer unschuldigen Aussage gemacht hatte. 2014 gegenüber der Zeitung „Bild am Sonntag" zeigte sie sich versöhnlich: Sie sei nicht mehr böse auf Stefan Raab, sagte sie damals. Der Entertainer habe „nur sein Lied gemacht", und sie habe damals ihr Einverständnis gegeben. Diesen inneren Frieden behielt sie offensichtlich bis zu ihrem Tod.
Die stille Bestattung
Ganz wie es ihr Wunsch war, fand Regina Zindler ihre letzte Ruhe in Anonymität. Auf dem Zwickauer Hauptfriedhof wurde ihre Urne in einem Gemeinschaftsgrab beigesetzt. Es war ein würdevoller, stiller Abschied von einer Frau, die unfreiwillig zur Legende wurde und die Last ihrer Berühmtheit ihr ganzes Leben lang mit sich tragen musste.