Die 1900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Siemens in Stuttgart bekommen einen neuen Chef. Der Vorgänger geht nach fast 40 Jahren im Technologie-Unternehmen in den Ruhestand.
Siemens hat in Baden-Württemberg einen neuen Landesbevollmächtigten.
Von Alexander Ikrat
Sebastian Israel heißt der neue Repräsentant des Technologie-Konzerns Siemens AG in Stuttgart und in der Geschäftsstelle Heilbronn. Israel folgt in der Aufgabe Frank Hauber (64), der das Unternehmen nach 40 Jahren verlässt und in den Ruhestand tritt. Insbesondere in seiner Funktion als Repräsentant der Stuttgarter Niederlassung und Landesbevollmächtigter für Baden-Württemberg engagierte sich Hauber für die Zusammenarbeit mit regionalen Verbänden, Politik und regionalen Meinungsbildnern.
Sebastian Israel begann seine Karriere bei Siemens mit einer Ausbildung zum Industriekaufmann. Seine berufliche Laufbahn startete der 40-Jährige in der Niederlassung Saarbrücken, wo er als Vertriebskaufmann und kaufmännischer Projektleiter im Bereich Automation & Drives tätig war.
Über Russland und Österreich zu Siemens in Baden-Württemberg
Sein Weg führte Israel 2011 nach Moskau zu Siemens Russland, wo er die Leitung des Vertriebs und Anlagenbaus für die Automobilindustrie in Russland und Zentralasien übernahm. 2015 kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitete im Unternehmensbereich Digital Factory in Nürnberg verantwortlich für die Automobilindustrie. Ab 2021 war er bei Siemens Österreich in Linz tätig, seit 2025 verantwortet er bundesweit für einen Teilbereich den Vertrieb und Anlagenbau bei Siemens Deutschland, wobei er diese Führungsaufgabe von der Niederlassung Stuttgart aus wahrnimmt. Ab 2026 übernimmt er zusätzlich die Rolle als Repräsentant der Siemens-Niederlassung Stuttgart sowie der Geschäftsstelle Heilbronn und wird neuer Landesbevollmächtigter für Baden-Württemberg, wo 7100 Beschäftigte tätig sind.
„Frank Hauber hat in den letzten Jahren die Beziehungen zwischen Siemens und der Region maßgeblich geprägt und vertieft. An diese wertvolle Arbeit möchte ich anknüpfen und den Dialog mit unseren Partnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft weiter stärken“, sagt Sebastian Israel. Siemens ist seit der Eröffnung der „Geschäftsstelle für das Königreich Württemberg“ im Jahr 1894 ein wichtiger Teil Stuttgarts. Das Unternehmen und die Stadt waren jedoch schon vor der ersten Niederlassung miteinander verbunden. Bereits 1881 installierte das Unternehmen die erste elektrische Beleuchtung Stuttgarts.
Heute unterhält Siemens mit der Niederlassung Stuttgart den größten Vertriebsstandort in Deutschland. Nach Unternehmensangaben arbeiten rund 1900 Menschen hier, was Siemens nach Recherchen unserer Zeitung auf Rang 17 der größten Arbeitgeber des Landeshauptstadt platziert. Die Geschäftsstelle Heilbronn ist ein an die Niederlassung Stuttgart gebundener Vertriebs- und Service-Standort. Die Siemens AG ist heute ein Technologieunternehmen mit Fokus auf Industrie, Infrastruktur, Mobilität und Gesundheitswesen und machte im vergangenen Geschäftsjahr mit rund 318.000 Mitarbeitenden weltweit einen Umsatz von 78,9 Milliarden Euro sowie einen Gewinn nach Steuern von 10,4 Milliarden Euro.