Erneut schwacher Wochenstart

Rheinmetall-Aktie bleibt unter der 1.800-Euro-Marke

Zum Beginn der Handelswoche startet die Rheinmetall-Aktie erneut leicht im Minus. Dennoch bleibt das Papier aussichtsreich. Was den Kurs stützt und wie die Ratings ausfallen.

Rheinmetall-Aktie bleibt unter der 1.800-Euro-Marke

Die Rheinmetall-Aktie zeigt trotz eines schwachen Wochenauftakts langfristig Potenzial, gestützt durch die hohe Nachfrage nach Rüstungsgütern und geopolitische Unsicherheiten.

Von Matthias Kemter

Auch diese Woche setzt die Rheinmetall-Aktie ihren Abstieg fort. Lag der Kurs letzte Woche noch bei 1.860 Euro im Wochenhoch, steht er nun bei knapp 1.750 Euro. Fast 6 Prozent ging es damit bergab und zum Wochenstart befindet sich das Papier wieder unter den Dax-Verlierern.

Friedensgespräche drücken den Kurs

Auch, wenn die Friedensgespräche zwischen Ukraine und Russland in Abu Dhabi vorerst ausgesetzt wurden, gehen sie doch am Mittwoch und Donnerstag weiter. Rüstungstitel wie Rheinmetall reagieren sensibel auf Friedensaussichten. Auch die Nachricht, dass Russland für eine Woche verzichten wolle, ukrainische Großstädte anzugreifen, dürfte für ein weiteres Entspannungssignal und Gewinnmitnahmen gesorgt haben.

Analystenhäuser sind überzeugt

Dennoch verlaufen Gespräche noch ohne konkrete Ergebnisse und auch die Auftragsbücher von Rheinmetall sind voll. Im dritten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 2,78 Milliarden EUR, was einem Plus von 13,33 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Analysten erwarten für das Geschäftsjahr 2025 einen Gewinn von 27,96 EUR je Aktie und bewerten die Rheinmetall-Aktie weiterhin überwiegend positiv. Barclays hob das Kursziel auf 2.175 EUR an und sieht langfristiges Wachstumspotenzial, während Bernstein mit einem Kursziel von 2.000 EUR die starke Marktposition im Rüstungssektor betont. Goldman Sachs erhöhte das Ziel auf 2.300 EUR und verweist auf stabile Aufrüstungsambitionen Deutschlands. Auch die Deutsche Bank (2.100 EUR) und Berenberg (2.200 EUR) bleiben optimistisch, trotz geopolitischer Unsicherheiten. DZ Bank und Jefferies senkten ihre Kursziele leicht, sehen aber weiterhin Wachstumspotenzial.