Russell Brand wegen Vergewaltigung schuldig gesprochen: Der Comedian wurde in Gewahrsam genommen. Nun droht ihm eine lange Haftstrafe.
Von Matthias Kemter
Das Gericht am Londoner Southwark Crown Court sprach Russell Brand am Donnerstag (5. November) in einem Fall der Vergewaltigung und in drei Fällen sexueller Übergriffe schuldig. Dem Urteil war ein mehrwöchiger Prozess vorausgegangen, in dem es um Vorwürfe von insgesamt sechs Frauen ging. Unmittelbar nach der Urteilsverkündung wurde der frühere Ehemann von Popstar Katy Perry von Justizbeamten in eine Haftzelle gebracht. Wie das US-Promiportal „TMZ“ berichtet, soll Brand dabei äußerlich keine Regung gezeigt haben.
Richter kündigt erhebliche Haftstrafe an
Der zuständige Richter machte deutlich, dass Brand mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe rechnen müsse. Eine erhebliche Haftstrafe sei nach dem Schuldspruch unausweichlich. Zugleich sprach er sich vorläufig dafür aus, den Schauspieler bis zur Strafverkündung in Haft zu behalten. Ob Brand gegen Kaution vorübergehend auf freien Fuß kommen darf, sollte noch am Donnerstag entschieden werden. In mehreren weiteren Anklagepunkten, darunter zwei zusätzliche Vergewaltigungsvorwürfe, wurde Brand freigesprochen.
Strafmaß soll am Montag verkündet werden
Die Verkündung des Strafmaßes ist für Montag (9. November) angesetzt. Nach britischem Recht kann Vergewaltigung mit lebenslanger Freiheitsstrafe geahndet werden. Wie lange Brand tatsächlich ins Gefängnis muss, hängt von der Entscheidung des Gerichts ab. Für den einst erfolgreichen Comedian und Schauspieler könnte das Urteil einen langjährigen Gefängnisaufenthalt bedeuten.